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  • Di., 23. Oktober 2018, 11:34 Uhr
    Sparkassenstiftung fördert Sanierung des Jugendtreffs mit 50.000 Euro

    Kanal 70 im Spendenglück

    Stellvertretend für die Stiftung der Sparkasse überbrachte Dr. Marcus Walden die Zusage, die Sanierung des Kanals 70 mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro zu unterstützen. Foto: Florian Helfert

    Als in den späten 1960er Jahren einige Jugendliche ein altes, verlassenes Kellergewölbe in der Hochheimer Straße zu ihrem neuen Freizeittreff ausbauten, ahnte niemand, was später einmal daraus werden würde: Heute, ein halbes Jahrhundert später, erzählen dort die ehrwürdigen Sandsteinmauern des Wormser Jugend- und Kulturzentrums Kanal 70 von einer langen, facettenreichen Geschichte.


    Allerdings hinterließ ein halbes Jahrhundert seine Spuren. Bevor der geschlossene Jugendtreff wiedereröffnet werden kann, muss er umfangreich saniert werden. Für die geplanten Maßnahmen in Höhe von mindestens 250.000 Euro hat die evangelische Kirchengemeinde als Träger des Jugendtreffs deshalb einen weiterhin laufenden Spendenaufruf gestartet.


    Spendenaufruf findet Widerhall


    „Hierzu drücken wir die Daumen und sind gerne dabei“, erklärte Dr. Marcus Walden stellvertretend für den Stiftungsvorstand der Sparkasse Worms-Alzey-Ried. Beim Vorstand und dem Kuratorium der Sparkassenstiftung „Gut. für die Region“ habe der Spendenaufruf gleich Widerhall gefunden. In der Folge überbrachte er, gemeinsam mit Frank Belzer und Wolfhard Henkel, die Zusage für eine Spende in Höhe von 50.000 Euro zugunsten des beliebten Jugendtreffs.


    Als einer der sich abwechselnden Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung äußerte Oberbürgermeister Michael Kissel seine Hoffnung, dass der leider noch geschlossene Kanal 70 bald wieder seinen „Kultstatus“ gerecht werden könne. „Am Elo herrschte großes Entsetzen“, bestätigte die angehende Abiturientin Alisia Gahabka den Kultstatus des Jugendtreffs, „als wir vom Ende des Kanals 70 und seiner Angebote wie Schülercafé oder Konzerte hören mussten“.


    Musik und Treffpunkt fehlen


    „In den vergangenen Jahren hatten wir die Bühnentechnik ausgebaut“, beleuchtete Jonas Bauer anschließend sein jahrelanges Engagement vor Ort. Hier konnten ihm zufolge junge Bands auf einer technisch gut ausgestatteten Bühne kostenlos auftreten und den Kanal 70 als Sprungbrett für größere Bühnen nutzen. „Die Musik und der Treffpunkt hier fehlen uns“, bedauert Gahabka die missliche Lage des Kanals.


    Umso mehr freuten sie sich über die Spendenzusage der Sparkassenstiftung. Auch für die Initiatoren bei der evangelischen Gesamtgemeinde Pfarrer Axel Held, Pfarrer Klaus Fischer, Dekan Harald Storch, Synodalpräses Alexander Ebert sowie Gemeindepädagoge Henry Spielhoff ist die Zusage ein weiterer Riesenschritt nach vorne. „Wir hoffen auf weitere Spenden und darauf, den Kanal 70 dann im nächsten Herbst wiedereröffnen zu können“, fasste Pfarrer Axel Held gegen Ende die weiteren Pläne zur Zukunft des Jugendtreffs zusammen.

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