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  • Mi., 25. Januar 2017, 17:46 Uhr
    Wormser Edeka-Märkte unterstützen Lebenshilfe mit 3.000 Euro-Spende / Hohe Akzeptanz beim Kunden

    „Kein Hype um die Arbeit mit Behinderten”

    Die Edeka-Markt-Inhaber Renate Zielke, Bernd Sauer und Wolf Röß engagieren sich gerne für soziale Einrichtungen in Worms. Am Mittwoch wurde ein auf 3.000 Euro aufgerundeter Spendenscheck an Norbert Struck (links), Geschäftsführer der Lebenshilfe Worms, übergeben. Eine Tüte mit Plüschbären gab es obendrein. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Neben spezifischen Angeboten, einer vielfältigen Auswahl und dem Bewusstsein für Qualität eint die Wormser Edeka-Märkte Ross, Sauer und Zielke im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit auch der Blick für verantwortungsvolles Handeln in der Region. Von der sozialen Kompetenz der selbstständigen Kaufleute profitieren abwechselnd unter anderem der Gnadenhof für Tiere, das Käthe-Luther-Haus, die Tafel oder das Tierheim im Wäldchen. Am Mittwoch durfte sich die Lebenshilfe Worms über einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro freuen. Der stolze Betrag ist das Ergebnis einer konzertierten Aktion in den Edeka-Märkten, die jeden Kundeneinkauf unabhängig vom Wert im Zeitraum vom 21. bis 24. Dezember letzten Jahres mit 25 Cent vergüteten.

    Spendenbereitschaft für Lebenshilfe lässt nach

    Bereits zum dritten Mal profitiert die Sozialeinrichtung vom Engagement der Wormser Kaufleute. Für Lebenshilfe-Geschäftsführer Norbert Struck ein wichtiger Mosaikstein. Zwar erfülle die Lebenshilfe in der Stadt bereits seit 53 Jahren wichtige Aufgaben, so Struck, „die Spendenbereitschaft hat in den letzten Jahren aber merklich nachgelassen”. „Es gibt keinen Hype um die Behindertenarbeit”, erläutert der Geschäftsführer. „Der Blick verlagert sich vom regionalen in Richtung Weltgeschehen”, fügt Norbert Struck an. Zuwendungen von Unternehmen, die in ihrem direkten Umfeld handeln, seien immens wichtig, beschreibt Struck das Dilemma, da die Lebenshilfe zudem einen Rückgang an Förderbeträgen kompensieren muss.

    Ungerechte Lastenverteilung

    Durch ihre Kompetenz in der Behindertenbetreuung bietet die Lebenshilfe als Komplexanbieter der Kommune viele Vorteile. „Es gibt bei uns aber auch defizitäre Bereiche”, merkt Struck an. Ärgerlich sei es, wenn dann die Profitabilität im Werkstatt- oder Wohnbereich angegangen werde. „Das stellt den Sinn der Lebenshilfe in Frage”, wünscht sich Norbert Struck, dass Leistungen für Menschen mit Behinderung nicht zu Lasten der Betroffenen oder Einrichtungen geregelt werden. Was viele nicht wissen: „Wir sind immer noch eine Elternvereinigung und kämpfen um jedes Mitglied, damit wir uns weiter entwickeln können.”

    Hohe Akzeptanz bei Kunden

    Umso mehr danke er den Edeka-Partner Renate Zielke, Bernd Sauer und Wolf Röß für ihre fortwährende Unterstützung. Konkret werde mit der Spende der Küchenbereich in Tom-Mutters-Kindergarten funktionstüchtiger gemacht. „Die Aktion im Dezember war ein voller Erfolg”, bekunden die Kaufleute. Diese wollen man auch in der Zukunft fortsetzen, so der einhellige Tenor. Bei den Kunden in den Märkten gäbe es hierfür eine hohe Akzeptanz. „Weil transparent ist, wofür die Spenden verwendet werden”, danken die Inhaber der drei Wormser Edeka-Märkte auch ihren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen.

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