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  • Di., 08. November 2022, 14:55 Uhr
    ENERGIEKRISE: Stadt Worms setzt auf Mittelweg bei Weihnachtsbeleuchtung

    Kein Lichterglanz auf der Nibelungen Weihnacht?

    Der Lichtervorhang am Amtsgericht wird auch in diesem Jahr erstrahlen. Archivfoto: NK


    Von Vera Beiersdörfer › Nach Abstinenz und Einschränkungen während der Corona-Hochphase, sehnen sich die Menschen nach dem Flair und der Atmosphäre der funkelnden Weihnachtsfest-Szenerie. Viele Kommunen plagt indes die Frage: „Darf man in Zeiten der Energiekrise und des Ukraine-Konflikts ein Lichtermeer präsentieren?“ Daher werden bundesweit viele Städte an Weihnachtsbeleuchtung einsparen, so manche Gemeinde will gar gänzlich darauf verzichten – auch weil die Kosten so hoch sein würden.

    Einsparungen in Worms?
    In Worms steht die Nibelungen Weihnacht vor der Tür, jedoch schweben Energiesparmaßnahmen wie ein Damoklesschwert über ganz Deutschland. Dürfen sich die Besucher des Weihnachtsmarktes, der am 21. November eröffnet wird, dennoch auf Glühwein im altbekannten Lichterschein freuen?
    Angela Zimmermann, Pressesprecherin der Stadt Worms, erläutert gegenüber dem NK, dass die Stadt adäquat reagieren will und muss. „Nach der entbehrungsreichen Corona-Zeit möchten wir nicht gänzlich auf den vorweihnachtlichen Lichterzauber verzichten, haben das Angebot jedoch deutlich abgespeckt“. Höhepunkte wie der Lichtervorhang am Amtsgericht werden demnach zur Einstimmung auf die Adventszeit erhalten bleiben. Die Kronen, die bisher immer aufgehängt wurden, werden nach Angaben der Verwaltung nun im Sinne der Einsparung modifiziert. „Sie werden in diesem Jahr nicht aufgehängt, sondern aufgestellt. Beleuchtet werden sie diesmal nicht mit den bisher üblichen Birnen, sondern mit so genannten LED-Strings“, führt Angela Zimmermann aus. Bekanntermaßen zieht Licht Bummelanten an und lässt sie sich in der dunklen Jahreszeit sicherer und wohler in Einkaufstraßen fühlen.„Daher wird es mehrere Lichterketten in der Fußgängerzone und natürlich die beleuchteten Weihnachtsbäume am Eingang zur KW, auf dem Marktplatz und dem Obermarkt geben“.
    Somit sucht die Stadt nach einem Mittelweg, um den Bürgern nach den Entbehrungen der vergangenen Jahre und der aktuell ebenfalls bedrückenden Lage, die Chance auf eine kleine Verschnaufpause zu geben und sich auf die kommende Weihnachtszeit einzustimmen.
     

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