Do., 14. August 2014, 21:55 Uhr
Bedauern über Entscheidung bei Stadt Worms
Keine Bundesmittel für Herrnsheimer Schloss
Wie die Stadt nun erfahren hat, wurde der Antrag auf Bewilligung von Bundesmitteln aus dem Denkmalpflegeprogramm für national wertvolle Kulturdenkmäler für Schloss Herrnsheim und die Herrnsheimer Parklandschaft von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien abgelehnt. Bundestagsabgeordneter Marcus Held hatte bei der zuständigen Behörde angefragt und die Nachricht gleich an Oberbürgermeister Michael Kissel übermittelt. „Natürlich bedauern wir diese Entscheidung sehr, sind doch das Herrnsheimer Schloss und sein Landschaftsgarten für die Stadt von großer Bedeutung. Sowohl kulturell als auch gesellschaftlich sind Schloss und Park herausragende Stätten“, reagiert OB Kissel mit Bedauern auf die Nachricht aus Berlin.
Die Stadt hatte gehofft, dass das im Empirestil erbaute Herrnsheimer Schloss und die sich daran anschließende, einzigartigen Parklandschaft, 1790 durch den berühmten Gartenarchitekten Friedrich Ludwig Skell neu angelegt, von der Bundesregierung als national bedeutend eingestuft wird. Damit wären entsprechende Fördermittel verbunden gewesen, die die Stadt dringend benötigt, um Schloss und Park zu sanieren. „Bereits im Jahr 2012 konnte mit Bundesmitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm III die dringend erforderliche Sanierung der Südfassade sowie des statisch gefährdeten Dachstuhls in Angriff genommen werden. Mit der entsprechenden Förderzusage zu den mittel- und langfristig noch dringend anstehenden, aufwändigen und kostenintensiven Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen wäre der Erhalt dieses bundesweit bedeutsamen Kulturerbes gesichert gewesen“, verdeutlicht der OB die Bedeutung dieser Entscheidung. Doch die Stadt kann weiter hoffen: Wie Marcus Held erfahren hat, ist auf Bundesebene noch in diesem Haushaltsjahr ein Denkmalschutz-Sonderprogramm geplant, für das sich die Stadt Worms nun bewerben kann. In einem Schreiben hat sich Held an Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters gewandt mit der Bitte, dafür zu sorgen, dass dieses wichtige Kulturgut Herrnsheimer Schloss zu einer Förderung gelangt. Professor Grütters war erst kürzlich zu Gast in Worms: Bei den Nibelungen-Festspielen konnte sie sich bereits einen Eindruck von der kulturellen Bedeutung der Stadt machen.
„Ich danke Marcus Held sehr für sein Engagement auf Bundesebene. Wir hoffen nun, mit seiner Unterstützung in das Denkmalschutz-Sonderprogramm zu gelangen“, betont der Stadtchef.