Klinikum Worms erhält Zertifikat „Aktion Saubere Hände“ in Silber: unter den fünf Prozent der Besten in wichtigem Bereich
Keine Chance den Keimen
Prof. Dr. Thomas Hitschold, Vorsitzender der Hygienekommission und Ärztlicher Direktor des Klinikums Worms.
Das Klinikum Worms setzt neue Maßstäbe in Sachen Hygienemanagement und wurde jüngst mit dem Zertifikat „Aktion Saubere Hände“ in Silber ausgezeichnet.
Die „Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Umsetzung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit ins Leben gerufen. Die Teilnehmer an der „Aktion Saubere Hände“ verpflichten sich, bestimmte hygienerelevante Maßnahmen umzusetzen. Es müssen z. B. regelmäßige und fortlaufende Messungen des Desinfektionsmittel-Verbrauchs vorgenommen werden, außerdem Personalschulungen und Fortbildungsveranstaltungen. Hinzu kommt das Aufstellen einer ausreichenden Anzahl an Desinfektionsmittel-Spendern.
Die Durchführung der hygienischen Händedesinfektionen ist auch heute noch eine der effektivsten Methoden der Vorbeugung von Krankenhausinfektionen und gehört zu den Standardmaßnahmen bei der Versorgung von Patienten. Die Ermittlung des Verbrauchs von Händedesinfektionsmittel und der daraus errechneten Anzahl durchgeführter Desinfektionsmaßnahmen pro Patiententag erbringt hierbei Erkenntnisse zum Grad der Umsetzung der hygienischen Händedesinfektion.
Hygienisches Gesamtkonzept
Prof. Dr. Thomas Hitschold, Vorsitzender der Hygienekommission und Ärztlicher Direktor des Klinikums Worms: „Im Verlauf von sechs Jahren konnten die teilnehmenden Häuser ihren Verbrauch an Händedesinfektionsmittel um 36 Prozent steigern. Das ist auch im Klinikum Worms der Fall. Die in unserem Haus erzielten Ergebnisse liegen sogar über dem Durchschnittswert des Referenzkollektivs. Zusammen mit anderen hygienerelevanten Maßnahmen wie z.B. einem Fragebogen-gestützten Eingangsscreening auf multiresistente Keime, einem strukturierten Antibiotikum-Management und regelmäßigen Fortbildungen zum Thema Krankenhaushygiene ergibt sich ein hygienisches Gesamtkonzept, dessen Umsetzung allen Patientinnen und Patienten zugute kommt.“
Das Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“ wird an Kliniken vergeben, die das Projekt erfolgreich gestartet, Maßnahmen zur Hygieneverbesserung umgesetzt und an einer fortlaufende Erhebung dieser Parameter beim Robert-Koch-Institut in Berlin (Hand-KISS) teilnehmen. Nachdem das Klinikum Worms vor zwei Jahren aufgrund seines guten Hygienemanagements die Bronzeplakette erhalten hatte, wurde jetzt der Silber-Status zuerkannt und damit eine Weiterentwicklung der Hygienemaßnahmen bescheinigt. Von den ca. 2.000 deutschen Krankenhäusern haben bislang nur etwa 80 Kliniken dieses Zertifikat in Silber erhalten. Damit befindet sich das Klinikum Worms unter den fünf Prozent der Besten in diesem wichtigen Bereich.