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  • Mo., 07. März 2022, 12:20 Uhr
    WORMS: Städtische Gleichstellungsstelle wirbt für den „Equal Pay Day“

    Keine Gleichberechtigung ohne Lohngleichheit

    Der heutige bundesweite Aktionstag „Equal Pay Day“ am 7. März macht auf die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam und markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen rein rechnerisch seit Jahresbeginn umsonst arbeiten. Diesen Tag greift die Gleichstellungsstelle der Stadt Worms auf, um auf diese Benachteiligung von Frauen aufmerksam zu machen. Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt achtzehn Prozent weniger als Männer. Seit Pandemiebeginn sind die Lohnunterschiede annähernd auf gleichbleibendem Niveau; so betrug die Lohnlücke in 2019 neunzehn Prozent. Diese entsteht dadurch, dass viele Frauen überdurchschnittlich oft soziale Berufe auswählen, die grundsätzlich schlechter bezahlt sind. Zudem unterbrechen Frauen ihre Berufstätigkeit häufiger als Männer für Kinderbetreuung oder Pflege, arbeiten seltener in Führungspositionen und dafür häufiger in Teilzeit oder in Minijobs.

    Dass die Geschlechtergerechtigkeit seit Beginn der Covid 19-Pandemie gelitten hat, darin sind sich Tatjana Erben, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Worms, und Melanie Schiedhelm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms, einig. Die beiden wissen, dass die Pandemie vor allem Frauen schwer belastet hat, insbesondere Alleinerziehende. Im Januar musste jede fünfte Mutter ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu betreuen. „Aber Gleichberechtigung gelingt nur mit finanzieller Unabhängigkeit“, ist sich Melanie Schiedhelm sicher und ergänzt: „Dafür benötigt es eine qualitativ hochwertige und verlässliche Infrastruktur zur Kinderbetreuung sowie eine faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeiten zwischen Frauen und Männern“. Tatjana Erben führt ergänzend aus: „Wichtig ist, dass der berufliche Wiedereinstieg auch in dieser schwierigen Zeit nicht stillsteht und deshalb bietet die Digitalisierung der Arbeitswelt Frauen eine Chance auch von zu Hause aus Weiterbildungen oder Coachingmaßnahmen zu besuchen“.

    Um Erziehende ganzheitlich zu beraten, gibt es nun monatlich offene Sprechstunden im Mehrgenerationenhaus und in der Jugendberufsagentur. Am 23. März sind das Jobcenter und die Arbeitsagentur im Mehrgenerationenhaus Worms vertreten. Weitere Termine und Informationen zum Wiedereinsteigerinnenprogramm sind unter www.jobcenter-worms.de zu finden. Bei Fragen rund um den Aktionstag können sich alle Interessierten an die Gleichstellungsbeauftragte Melanie Schiedhelm unter Telefon 06241/853-7401 oder E-Mail an gleichstellungsstelle@worms.de und an die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Tatjana Erben unter Telefon 06241/906521 oder E-Mail an Jobcenter-Worms.BCA@jobcenter-ge.de wenden.

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