
Von Vera Konersmann "Es ist als wäre ich fast nie weg gewesen - außer, dass Meilensteine meiner Jugend wie der Mc Donalds in der Innenstadt und der Marktkauf verschwunden sind", lächelt der charismatische Sänger Bastian Korff bei seinem Homecoming-Konzert im LincolnTheater. Vergangenen Samstag trat der gebürtige Wormser dort mit seinem Programm "Ich sing ja doch, was ich will" auf. Und hier war Name tatsächlich Programm - drei Stunden lang gab Korff, grandios begleitet von seinem Pianisten Carsten Braun, eine wahnsinnige Bandbreite von Chansons a la Piaf über "böse" Lieder von Fassbinder bis hin zu Rocksongs von KISS und Billy Idol zu Gehör. Dabei führte er sein Publikum auf eine mal mehr, mal weniger ausführliche Zeitreise durch sein Leben, seine Jugend in Worms, seine Schulzeit auf dem Eleonoren-Gymnasium und seine Erlebnisse bei den Nibelungen-Festspielen. Ein wenig aufgeregt vor seinem Auftritt im „ehemaligen Roxy-Kino“ sei er schon gewesen, wolle er doch nicht als "Heimsuchung" , sondern als "Heimkehrer" den Zuschauern seiner einstigen Heimatstadt im Gedächtnis bleiben. Das ist ihm gelungen - nach der Vorstellung waren durchweg nur begeisterte Stimmen aus dem Publikum zu hören gewesen.