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So., 04. Mai 2014, 00:47 Uhr
Die SPD warb mit einer Publikumsaktion unter dem Motto „Kita bleibt gebührenfrei“ für den Standort Fischmarkt zur Realisierung einer 7-gruppige Kindertagesstätte
Keine Kita in der Prinz-Carl-Anlage - dafür am Fischmarkt
Die SPD hatte auf dem Fischmarkt Tische und Stühle für Kinder aufgestellt und verteilte Buntstifte, Brotdosen und kleine Leckereien. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In Worms hat sich bezüglich der Kita-Plätze in den letzten Jahren einiges getan. Aber es reicht immer noch nicht, es fehlen noch rund 190 Plätze. Der Mangel ist dabei nicht gleichmäßig verteilt, sondern der Brennpunkt befindet sich in der Innenstadt, während in den Vororten tendenziell eher zu viele Möglichkeiten vorhanden sind. Um den Mangel abzustellen ist seit Jahren ein Kita in der City im Gespräch. Dabei gab es zwei Varianten, die Prinz-Carl-Anlage und am Fischmarkt, als dem unbebauten Platz zwischen Polizei und Stadtmauer.
Container-Lösung in der Prinz-Carl-Anlage
Auf dem ehemaligen Gelände der US Armee in der Prinz-Carl-Anlage könnte als Übergangslösung für einige Jahre eine Container-Kita entstehen, in der sieben Gruppen, also rund 120 Kinder im Alte zwischen acht Wochen und sechs Jahren untergebracht werden könnten. Der Nachteil dieser Variante ist jedoch, dass sie rund acht Millionen Euro kostet. Und dies „nur“ für eine Übergangslösung. Die Kosten für Anmietung und Kauf wären übrigens in etwa gleich. Aufgrund der hohen Investitionssumme rückten die Sozialdemokraten von dieser Lösung wieder etwas ab. Wobei der Vorteil wäre, dass sie bereits für das Jahr 2015 zur Verfügung stehen könnte.
Solide Lösung Fischmarkt
Eine Kindertagesstätte auf dem Fischmarkt wäre die Musterlösung für viele Planer wie Betroffene. Der große Vorteil, man wäre sehr nah dran an den Menschen, die die Plätze benötigten und der Bauplatz ist vorhanden. Der Nachteil allerdings, bei dem Grundstück handelt es ich um ein innerstädtisches Juwel, bei dem der Bau „nur“ mit einer eingeschossigen Kita zu wenig wäre. Zweckmäßiger wäre es, so die Aussage der Planer, dass ein mehrgeschossiges Gebäude entsteht, bei dem die Kita im Erdgeschoss einziehen könnte, während das erste und zweite Etage städtische Behörden beherbergen könnte. Ein Projekt von rund 15 Millionen Euro. Ein Fertigstellung könnte bis 2017 oder 2018 realisiert werden. Wie die Trägerschaft erfolgen könnte, ist auch noch offen. Dies könnte städtisch oder auch privat erfolgen. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen.
SPD machte Dampf
Um die Realisierung am Fischmarkt voran zu bringen, führte die SPD am Freitagmorgen eine Publikumsaktion durch und verteilte an der Stelle, wo die Kita stehen soll, Brotdosen, Buntstiften, Gummibärchen und Luftballons an Kleinkinder. Gleichzeitig bekannten sich die Sozialdemokraten dabei zur Gebührenfreiheit der Kitas in Rheinland-Pfalz. Dieses Privileg der Beitragsfreiheit sei keineswegs selbstverständlich, wie der Vorsitzende der Wormser SPD, Jens Guth, erklärt: „Die rheinland-pfälzische CDU will künftig wieder Kindergartengebühren für Eltern ab einem Jahreseinkommen von etwa 26.000 Euro einführen - ein absolutes Unding!“ Es dürfe nicht sein, so Jens Guth, dass Eltern fortan rechnen müssten, ob ihr Kind eine Kita besuchen kann oder nicht, so der Sozialdemokrat.