Mo., 09. Oktober 2017, 10:41 Uhr
Die Linke kritisiert Schließung der Sparkassen-Filiale in Neuhausen
Keine Rücksichtnahme auf Einkommensschwache
Als der Stadtrat der Partei Die Linke, Franz Lieffertz, aus der Presse erfuhr, dass die Sparkassen-Filiale in Neuhausen geschlossen werden soll, hat er sich doppelt geärgert. Zum Ersten, weil die Sparkasse trotz hoher Gewinne diese Filiale und andere schließt, daher schließt sich Lieffertz dem Protest der SPD Neuhausen an und hält diese Schließung für eine unzumutbare Belastung, vor allem für die Senioren in diesem Stadtteil.
Zum Zweiten hält er den Protest der SPD Neuhausen für sehr merkwürdig. Im Verwaltungsrat der Sparkasse sitzen mit Jens Guth und Alfred Haag Vertreter der SPD. Und der Vorsitzende dieses Gremiums ist Oberbürgermeister Michael Kissel, wie bekannt ebenfalls von der SPD. Eine kurze Rücksprache mit den Vertretern der SPD in Worms-Neuhausen vor dieser Entscheidung wäre ja nun wirklich möglich gewesen, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Mit den Vertretern der CDU, der FWG und der FDP hätte man diese die Schließung verhindern können.
Der Verdacht des Stadtrats Lieffertz, dass sich kaum um die 16 Prozent der in Worms lebenden einkommensschwachen Mensch gekümmert wird, scheint mehr als berechtigt. Es stellt sich die Frage, warum diese Politiker überhaupt in diesem Gremium sitzen? Ihrer Kontrollpflicht im Sinne der Interessen der Wormser Bevölkerung kommen sie kaum nach.
„Es wieder einmal eine Aktion der SPD und auch der anderen Parteien, die die Politikverdrossenheit fördert und leider auch das Wahlergebnis der AfD. Welche natürlich auch nichts unternommen hätte”, so Lieffertz. Nur eine starke Fraktion der Linken im neuen Wormser Stadtrat könne für die Interessen dieser 16 Prozent eintreten.