
Die 11. Hansa-Fußballnacht ist vorbei. Rein sportlich war es keine besonders spannende Angelegenheit. Zu deutlich dominierten die Seriensieger aus Mannheim, „Martins Söldnertruppe“, das Geschehen. Sinnbildlich das 6:1 im Finale gegen Das Feierteam. Den Jungs aus dem rheinhessischen Tafel- und Hügelland westlich von Alzey wurden im Wettkampf mit den Kurpfälzern zu reinen Statisten. Auch der später als bester Torwart des Abends ausgezeichnete Manuel Fink konnte das halbe Dutzend Gegentreffer in acht Minuten Spielzeit nicht verhindern.
Auch Jochen Hettler, schon 2018 beim ersten Turniersieg der „Söldner“ bester Schütze des Turniers, traf im Finale und schraubte sein Torekonto auf 15 Treffer hoch – Turnierrekord. Dass Hettler mit 117 km/h Schussgeschwindigkeit auch den „Hammerschuss“-Wettbewerb für sich entscheiden konnte, passt ins Bild: Den Mannheimern fehlten in Gimbsheim Gegner auf ihrem Niveau, da sie zwar ein „Freizeitteam“ sind, aber nicht wie eines auftreten.
Sympathiepunkte sammelten sie bei ihrem Triumpzug keine. Selbst wenn – wie beim 7:0-Vorrundensieg gegen die Drunken Kickers Altenglan – eine junge Frau zwischen den Pfosten steht und der Gegner keinen Stich macht, machen die Mannheimer ihre Stiche.
Das gefällt nicht jedem, ist aber voll in Ordnung und offenbart den großen Ehrgeiz der Baden-Württemberger. Die sollten sich nach dem dritten Titel in Serie vielleicht selbst mal hinterfragen, ob die Fußballnacht noch die Herausforderungen bieten kann, die man anstrebt.
Das Feierteam konnte trotz der Finalniederlage herzhaft feiern und freute sich über den größten Erfolg beim Gimbsheimer Turnier. Und auch die Knetti Kicker schafften es etwas überraschend aufs Treppchen, schlugen im „kleinen Finale“ die Mannschaft von Viernheim United. Die Viernheimer wiederum trösteten sich einmal mehr mit dem „Hütchenkiller-Cup“, der eindrucksvoll an der Theke verteidigt wurde. Die Turnierneulinge „Promillejäger Rheindürkheim“ konnten lange mit den Südhessen mithalten, konsumierten letztlich aber einige „Hütchen-Metern“ zu wenig für den ganz großen Erfolg.
Dart wurde übrigens auch gespielt. Das XXL-Fußballdart gehörte zum zweiten Mal zum Rahmenprogramm und lockte viele Spieler aber auch Einheimische in die benachbarte Schulturnhalle. Beim Highscore-Game galt es haftende Bälle auf die Scheibe zu werfen und die getroffenen Punktzahlen zu addieren. Dort erzielten der Wiesbadener Josip Rimac und der junge Alsheimer Robin Grammel mit 6 Schuss jeweils 185 Punkte, so dass am Ende beide einen Siegerpokal überreicht bekamen. Ebenfalls Teil des Rahmenprogramms aber für viele der Höhepunkt: Der Auftritt der Showtanzgruppe „Magic Moments“ nach den Vorrundenspielen des Fußballturniers. Die von Julia Pfeifer und Nicole Ritter trainierte Formation stellte ihren neuen Tanz unter dem Motto „Monsters and hunters – the rebels oft he night“ vor und sorgte mit der gelungenen Performance für Begeisterung auf den Zuschauerrängen.
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