
Die Kerschensteiner-Grundschule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!
Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, ZNL Ulm.
Die Kerschensteiner-Grundschule hat sich an dem letztjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um den Einsatz von Spielen in ihrer Schule vorgestellt hat. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 201 Gewinner in allen 16 Bundesländern.
Da die gesamte Schule mit ihren etwa 270 Schülern im Januar in Container umzieht, werden die Spiele in den Klassen zum Einsatz kommen. Einige Spiele wurden aber schon mit viel Spaß ausprobiert. Da auch Experimentierkästen dabei sind, ist neben dem sozialen Miteinander auch der Wissenszuwachs garantiert.
Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein" Mehr Zeit für Kinder" und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wurde die Initiative, die im letzten Jahr zum elften Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien. Mit den Gewinnern gibt es nun bundesweit über 2.000 spielende Schulen.
Hintergrund
Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.
Beitrag aus der Rubrik