Schulfest-Spendenlauf: Rudi-Stephan-Gymnasium übergibt 4.112 Euro an Wormser Tafel / Kinderarmut nimmt zu
Kinder engagieren sich für Kinder
Von links: RSG-Schulleiter Dr. Burkhard Keilmann, Jürgen Sehrt, Merle Zamzow und der stellvertretende Schulleiter Ralf Hartmann. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Nicht nur das Schulfest Ende Juni war eine tolle Sache. Vor allem der Spendenlauf, für den Schüler des Rudi-Stephan-Gymnasiums (RSG) im Vorfeld eifrig auf Sponsorensuche waren, wurde ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Kinder laufen für Kinder”, gingen die Pennäler auf die Strecke. Sogar Eltern und Lehrer absolvierten mehrere Runden über die 400-Meter-Distanz. Überaus engagiert war die Klasse 6d, allen voran Merle Zamzow, die 21 mal das Ziel passierte.
Zusätzlicher Wandertag als Belohnung
„Über die Hälfte des Erlöses hat die 6d erlaufen”, lobt Organisator und stellvertretender Schulleiter Ralf Hartmann den Einsatz der Quintaner. Als Belohnung darf sich die Klasse auf einen zusätzlichen Wandertag freuen. Für Merle Zamzow wie für ihre Klassenkameraden stand im Vordergrund, hilfsbedürftige Kinder zu unterstützen. „Als Kind anderen Kindern zu helfen, ist ein gutes Gefühl”, so die 12-Jährige.
Bedarf ist auch bei der Wormser Tafel vorhanden, die als Empfänger bestimmt wurde. „Geldspenden sind unser Lebenselixier”, erklärte Tafel-Geschäftsführer Jürgen Sehrt. Vor allem Hygieneartikel, Shampoo und Seife oder Babywindeln würden immer benötigt, berichtet Sehrt. Hierbei kooperiere man mit Sozialinitiativen, aber auch Unternehmen vor Ort. Zudem sei die Anschaffung von Kinder- und Jugendbüchern geplant, die durch die Zusammenarbeit mit Verlagen günstig beschafft werden können.
Spendenlose Zeit überbrücken
„Im Sommer tut sich wenig”, erläutert Jürgen Sehrt. Umso dankbarer sei er für die Spende des RSG mit seinen sportlich aktiven Schülern, die dazu beitragen, das Sommerloch zu überbrücken. Aber Sehrt legt auch den Finger in die Wunde der gesellschaftlichen Entwicklung. „Die Armut bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu”, verweist der Geschäftsführer auf seine Erfahrungen aus dem Tafel-Alltag. 2.232 Menschen seien berechtigt, die Wormser Tafel in Anspruch zu nehmen, darunter 843 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. „Das spricht Bände”, weshalb Jürgen Sehrt seitens der Politik Handlungsbedarf sieht, um durch geeignete Maßnahmen Abhilfe zu schaffen.