KARL-HOFMANN-SCHULE: Schülerinnen und Schüler untersuchten in 17 Gruppen die Freizeit- und Unterstützungsangebote der Stadt Worms
„Kinder-, jugend- und familienfreundliches Worms!?“
Eine Oberstufenschülerinnen-Guppe am Projektabschlusstag.
Nach zweijähriger Coronapause wütete endlich wieder das Projektfieber unter den knapp 90 Fachschüler/-innen der Karl-Hofmann-Schule Worms. Die diesjährige Projektphase aller Erzieherschüler/-innen, die ihre Ausbildung in Vollzeit an der Fachschule für Sozialwesen absolvieren, stand unter dem Motto „Kinder-, jugend- und familienfreundliches Worms?“. Im Zeitraum von 8 Tagen untersuchten dabei insgesamt 17 Gruppen passioniert die Freizeit- und Unterstützungsangebote der Stadt Worms für Kinder/Jugendliche und Familien.
So wurde beispielsweise der Stadtpark, von den Wormsern liebevoll „Wäldchen“ genannt, bezüglich seiner Freizeitmöglichkeiten unter die Lupe genommen und kartiert. Weitere Untersuchungsgegenstände waren die städtischen Spielplätze, deren kleinere Mäkel dem kritischen Blick einiger Schüler-/innengruppen nicht entgingen– fehlende Schattenquellen und Aufholbedarf in Sachen Barrierefreiheit wurden bemängelt-, kulturelle Einrichtungen wie die Stadtbibliothek, das Theater, Kirchen sowie der Wormser Dom, das Herrnsheimer Schloss, das Museum Heylshof und der Lutherplatz.
Auch musische und gesundheitliche Themen kamen nicht zu kurz. So informierte sich eine Gruppe über Angebote zur Musikerziehung und eine weitere fragte sich, wie gesunde Ernährung kindgerecht vermittelt werden kann und besuchte in diesem Zug u.a. den Wochenmarkt und einen Herrnsheimer Imker.
Auch mit weniger schönen Themen
Man setzte sich aber auch mit weniger schönen Themen auseinander und wagte einen Blick auf Angebote im Bereich Präventionsmöglichkeiten von sexueller Gewalt und schaffte durch das persönliche Gespräch in der Fußgängerzone, bei Geschäftsleuten und Kitas Aufmerksamkeit für die Kinder-Notinseln. Andere Schülerinnen lernten hautnah die Arbeit der Wormser Tafel kennen und arbeiteten ehrenamtlich vor Ort.
Beeindruckt vom Engagement und Herzblut der Helfer/-innen starteten sie verschiedene Spendenaktionen in der Schule. So wurden Kuchen und alkoholfreie Cocktails verkauft sowie Pfandflaschen gesammelt, um am Ende der Projektwoche Geld, Babynahrung und Hygieneartikel spenden zu können. Die beachtliche Spende über 236 Euro wurde der Wormser Tafel am Ende der Projektwoche von der Bereichsleitung der Fachschule Sozialwesen, Andrea Köppel, und den Projektschülerinnen übergeben.
Die Projektwoche war für alle Teilnehmer/-innen ein voller Erfolg und eine sehr positive Erfahrung hinsichtlich der entstandenen sozialen Kontakte unter den Mitschüler/-innen und den kooperierenden Einrichtungen.