
Von Julia Helwig Der goldene Oktober machte seinem Namen beim Oktobermarkt in Kirchheimbolanden am Sonntag alle Ehre. Bereits um die Mittagszeit herrschte reger Betrieb in der Innenstadt und in den historischen Gässchen. Der Verein Pro Kibo organisierte den Markt und die beliebte „Suppenlative“ auf dem Römerplatz. Insgesamt 25 unterschiedliche Suppen, die hauptsächlich von den Gastronomen in Kirchheimbolanden gekocht wurden, standen zur Auswahl.
Für jeden Geschmack dürfte da etwas dabei gewesen sein, denn bereits kurz nach der Eröffnung waren nahezu alle Suppen, insgesamt 700 Liter, ausverkauft. Jürgen Heck, der erste Vorsitzende des Vereins, freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Angefangen hat alles vor elf Jahren mit 170 Liter Suppe. Die Nachfrage wurde immer größer und nun sind es bereits 700 Liter, die wir verkaufen.“ Wegen des schönen Wetters seien kurzerhand noch mehr Sitzgelegenheiten rund um den Römerplatz aufgebaut worden, erzählte Heck.
Kein Wunder, denn das Flair der wunderschönen Kreisstadt des Donnersbergkreises ist immer einen Besuch wert. Mit der ganzen Familie besuchte Sina Schäfer aus Niederwiesen erstmals den Oktobermarkt und sagte: „Die Stimmung ist toll. Die große Auswahl an Suppen finde ich super. Außerdem bietet die Veranstaltung viele schöne Attraktionen für die ganze Familie.“ Für die Kinder war unter anderem eine Hüpfburg aufgebaut und zahlreiche fliegende Händler boten ihre Waren auf der langen Flohmarktmeile an. Autohäuser aus der näheren Umgebung präsentierten ihre neusten Modelle. Kunsthandwerker stellten ebenfalls ihre Stücke aus und für musikalische Unterhaltung sorgte Kalli Kopppold. Wer Lust auf regionale Produkte hatte, der konnte an den zahlreichen Ständen der Selbstvermarkter und Bauern Köstlichkeiten probieren und erwerben.
Am Stand von Christian Plöhn aus Freimersheim standen unter anderem 25 unterschiedliche und hausgemachte Eierliköre zur Auswahl. „Ich verkaufe meine Produkte überwiegend auf Märkten. Der Kundenkontakt und ein nettes Gespräch ist dabei für mich das Wichtigste. Das macht einfach Spaß“, sagte der Marktbeschicker, der alle Hände voll zu tun hatte. Ab 13 Uhr öffneten die Geschäfte in der Innenstadt und luden zum Bummeln ein. In Gaby´s Wäscheladen war der Andrang groß. Die Inhaberin Gaby Micol-Brünnler und ihre fünf Mitarbeiterinnen freuten sich über die vielen Besucher. „Wir brauchen die verkaufsoffenen Sonntage als Sprachrohr, damit uns neue Kunden kennenlernen. Denn an diesem Tag kommen viele Menschen in unsere kleine Stadt“, erklärte die Chefin. Auch Marika Gerharts aus Wörrstadt genoss den Stadtbummel in der „Kleinen Residenz“ und sagte: „Mir gefällt Kibo, weil es so gemütlich ist. Das ist wirklich eine Reise wert.“