
VON FLORIAN HELFERT Für rund eine Million Euro ist der Kirchturm in Pfeddersheim fast zwei Jahre lang saniert und am Pfingstsonntag bei einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht worden. Bereits seit dem Mittelalter gehört der mehrfach zerstörte und wieder aufgebaute Kirchturm als Teil der nördlichen Wehranlage vor Ort der ehemals freien Reichsstadt Pfeddersheim beziehungsweise der heutigen Nibelungenstadt Worms.
„Nachdem vor einigen Jahren Bruchstücke herabgefallen sind“, berichtete Oberbürgermeister Michael Kissel, „haben wir den Erhalt seines baugeschichtlichen Erbes zu planen begonnen“. Mit 860 000 Euro habe sich das Land Rheinland-Pfalz an den Baukosten beteiligt, um den Kirchturm baulich umfassend wieder zu ertüchtigen: So ist beispielsweise im Innenausbau die denkmalgeschützte Holztreppe sowie das innere Mauerwerk saniert worden. Auch die Außenfassade und die Balustrade erstrahlen nach dem Ende aller Arbeiten nun wieder in einem neuen Glanz.
Stellvertretend für die rheinland-pfälzische Landesregierung informierte Staatssekretär Günter Kern, gerne Tradition und Historie zu unterstützen – obwohl in Zeiten knapper öffentlicher Kassen der Erhalt der Infrastruktur immer ein Spagat darstelle. „Desto mehr können wir uns am neuen, alten Kirchturm und dem sich von ihm bietenden Blick erfreuen“, so Kern vor der symbolischen Schlüsselübergabe mit dem Wormser Baudezernenten Uwe Franz an die Vertreter und Vertreterinnen der Pfeddersheimer Gemeinde.
Für das leibliche Wohl sorgten die Pfeddersheimer Landfrauen gemeinsam mit der Elterngruppe des evangelischen Kindergartens beziehungsweise auch das Weingut Hinter der Kirche. Musikalisch rundeten der katholische Kirchenmusikverein sowie Sängerin Anna Offen das Fest auf dem Kirchplatz im Schatten der alten Lindenbäumen ab.
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