Fr., 12. Juni 2020, 11:29 Uhr
WORMS: GRÜNE beantragen Bielefelder Modell in Rheindürkheimer Gleisdreieck
Kita-Neubau in verlässliche Hände geben
Die Grünen haben für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses den Antrag gestellt, das Bielefelder Modell, also die Verbindung von Kindertagesstätte, preisgebundenen und marktüblichen Mietwohnungsbau, im Neubaugebiet Gleisdreieck in Rheindürkheim umzusetzen. Übernehmen solle dies wieder einmal die Wohnungsbau GmbH.
„Das Bielefelder Modell, das bald auf dem Gelände des Fischmarktes entstehen wird, ist ein Vorzeigeprojekt der Wormser Stadtentwicklung. Wir Grüne haben in der Vergangenheit schon öfter gesagt, dass solch ein Projekt nicht an eine innerstädtische Lage gebunden ist, sondern auch gut in die Stadtteile passen würde. Und mit der Wohnungsbau haben wir eine kompetente Partnerin, die ihre Erfahrung mit dem Projekt nun noch einmal nutzen könnte“, erläutert David Hilzendegen, stellvertretender Vorsitzender der grünen Stadtratsfraktion.
Das Gleisdreieck in Rheindürkheim komme aus Sicht der Grünen gleich aus mehreren Gründen in Betracht. Der Kita-Ausbau in Rheindürkheim stocke und ebenso sei noch nicht klar, wie der Masterplan Wohnen und das darin verankerte Ziel, 25 Prozent sozialen Wohnungsbau zu errichten, konkret im Gleisdreieck umgesetzt werde. Darüber hinaus habe die 'Entwicklungsgesellschaft Rheinhessen' die Entwicklung des Gebietes übernommen, an der das EWR zusammen mit der Volksbank Worms-Wonnegau, den Sparkassen Worms und Mainz, den Stadtwerken Mainz sowie der Timbra Group des Wormser Investors Tim Brauer beteiligt ist. "Das sind fast alles Wormser Unternehmen, die sich sicher mit der Wohnungsbau bezüglich eines fairen Kaufpreises für ein Grundstück einig werden“, so Hilzendegen weiter.
Auch die Grünen vor Ort unterstützen den Vorstoß ihrer Stadtratsfraktion. „Seit Jahren diskutiert der Ortsbeirat über Möglichkeiten, mehr Kita-Plätze zu schaffen. Nachdem die Stadt mit ihren Umbauplänen bei der Kita Arche Noah Schiffbruch erlitten hat, müssen wir nun dringend eine andere Lösung finden“, erklärt Claudia Wahlig, die seit letztem Jahr für die Grünen im Ortsbeirat sitzt. „Durch das Neubaugebiet werden die Platzbedarfe ohnehin weiter steigen, sodass eine neue Kita besser ist als eine Erweiterung der bestehenden um lediglich eine bis zwei Gruppen.“