So., 24. Februar 2019, 16:38 Uhr
Auch in Wormser Kitas wird Referentenentwurf heftig diskutiert / ver.di Ortsverein lud zur Diskussionsrunde mit SPD-Abgeordnetem Jens Guth ein
Kita-Novelle ist Thema Nr. 1
Der Wormser ver.di-Ortsverein hatte Beschäftigte von Wormser Kitas in unterschiedlicher Trägerschaft sowie den Landtagsabgeordneten Jens Guth (SPD) zur Diskussionsrunde zum geplanten Kita-Gesetz eingeladen. Die Kolleg*innen trugen engagiert und sachkundig ihre Bedenken und ihre Kritik am aktuellen Referentenentwurf vor. Insbesondere der bereits auch in Wormser Einrichtungen bestehende und immer gravierendere Fachkräftemangel wurde diskutiert. Zum wiederholten Male wurde die Dauer der Ausbildung kritisiert und die Forderung nach einer dualen Ausbildung bekräftigt.
Gewerkschaftssekretär Wolfgang Mayer erklärte, dass die Träger der Einrichtungen in Rheinland-Pfalz beispielsweise durch eine bessere Bezahlung durchaus dem Fachkräftemangel zumindest ein Stück entgegen wirken könnten, wenn sie dies nur wollten. So würden Erzieher*innen beispielsweise in Baden-Württemberg und Hessen deutlich besser vergütet.
Weiterhin machten die Kolleg*innen deutlich, dass durch den in den letzten Jahren stark gestiegene Anteil der unter Dreijährigen eine viel intensivere und zeitaufwändigere Betreuung erforderlich sei. Um eine qualitativ hochwertige Betreuung zu garantieren, gehe dies auf die Dauer nur durch den Einsatz von mehr ausgebildetem Personal. Dem müsse im neuen Gesetz unbedingt Rechnung getragen werden.
Der SPD-Abgeordnete Jens Guth bedankte sich abschließend für die gute und offene Diskussion und betonte, er würde sich dafür einsetzen, dass die vorgebrachten Kritikpunkte und Argumente im Rahmen des weiteren Gesetzgebungsverfahrens auf jeden Fall mit berücksichtigt werden würden.