24 Ganztagsplätze für Kinder über drei Jahren / Hoher Bedarf an Betreuungsangeboten / Räumlichkeiten fehlen
Kita St. Lioba erweitert Angebot
Dezernent Waldemar Herder (vorne rechts) und Propst Tobias Schäfer bei einer Vorleserunde in der Kita St. Lioba.
Spaghetti mit Tomatensoße oder doch lieber trockene Nudeln? Salat oder doch eher nicht? Am Essenstisch in der Kita St. Lioba geht es zur Mittagszeit hoch her. Aber am Ende hat jedes Kind das Gewünschte auf dem Teller. Vor Beginn der Mahlzeit steht ein Gebet an – und dann kann es losgehen. Manch einer der Kleinen tut sich noch ein wenig schwer mit dem Besteck und auch die Tomatensoße birgt so manche Tücken. Deutlich wird jedoch eines: Den Kleinen schmeckt es. Das neue Ganztagsangebot, das aus dem bisherigen Kindergarten St. Lioba eine Kita macht, kommt nicht nur bei den Eltern gut an. Auch die Kinder fühlen sich sichtlich wohl in der Ganztagsbetreuung.
Konzept findet Anklang
Die Betriebserlaubnis sei zum 1. Februar dieses Jahres geändert worden, erzählt Kita-Leiterin Martina Bauer. Sozialdezernent Waldemar Herder, der nun gemeinsam mit Propst Tobias Schäfer der Einrichtung einen Besuch abstattete, ist froh, dass es in St. Lioba nun 24 Ganztagsplätze für Kinder über drei Jahren gibt. „Gerade in der Innenstadt haben wir einen hohen Bedarf an Betreuungsangeboten, insbesondere an Ganztagsplätzen“, weiß der Sozialdezernent. Wie wichtig das Angebot ist, verdeutlichen die Zahlen: Von den 24 neu geschaffenen Ganztagsplätzen sind bereits 17 vergeben – und in der kommenden Woche kämen zwei weitere Kinder hinzu, berichtet Martina Bauer. Die Kita St. Lioba in Trägerschaft der Domgemeinde ist eine dreigruppige Einrichtung à 25 Kindern. Die Einrichtung im Liobahaus bietet ein christliches Konzept an, das jedoch bei Eltern verschiedenster Herkunft Anklang findet: „70 Prozent unserer Kinder haben einen Migrationshintergrund“, so Bauer.
Räumlichkeiten fehlen
„Wir freuen uns, dass wir mit den neu geschaffenen Ganztagsplätzen unser Angebot erweitern können“, unterstreicht der Propst. Und auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren steht noch auf der Liste der Kita. Doch bisher reichten die Räumlichkeiten im St. Liobahaus nicht aus, bedauert Martina Bauer. Ziel sei es jedoch, die Kita zu erweitern, sobald Räumlichkeiten im Obergeschoss des Liobahauses frei würden – und dann auch Kinder unter drei Jahren aufzunehmen. Momentan kann Martina Bauer noch nicht einmal einen Wickelraum unterbringen: Die Erzieherinnen behelfen sich in den sanitären Räumen.
Weiterentwicklung mit großem Engagement
„Unser Erzieherinnenteam ist hoch motiviert und wir freuen uns, dass wir aufgrund dessen großen Engagements unsere Einrichtung zukunftsorientiert weiterentwickeln können“, lobt Propst Schäfer die Mitarbeiterinnen. Die Stadt stehe der Domgemeinde bei dem Ziel, ein Betreuungsangebot für U3-Kinder zu schaffen, gerne beratend zur Seite, versicherte Dezernent Herder, der die Kinder zum Abschluss seines Besuchs mit einer Vorleserunde begeistern konnte.