
Von Marcus Diehl › Kaum zu glauben, aber wahr, die Mission Klassenerhalt ist für die TSG Pfeddersheim in greifbare Nähe gerückt. Mit 4:1 (2:0) gewannen die Pfeddersheimer beim Tabellenführer der Verbandsliga Südwest, dem FV Dudenhofen. Was die TSG vor Beginn der Saison anstrebte, nämlich im Titelkampf mitzumischen, hat sie in der Pfalz getan. Die Mannschaft hat den Spitzenreiter bezwungen und aktiv in den Meisterschaftskampf eingegriffen.
Nach der Heimniederlage der TSG vor fünf Spieltagen gegen Baumholder lag das Team am Boden. Der sportliche Leiter Manuel Wöllner legte sein Amt nieder und die Fans bangten um ihren Verein. Bei der unglücklichen Niederlage gegen die Spitzenmannschaft aus Zeiskam gab es erste Lichtblicke. Es folgten vier Siege in Folge. Was ist in dieser Zeit mit dem Team passiert? Die Erfolgswelle begann mit einem Sieg gegen Steinwenden. Es war wie eine Erlösung, denn die Pfeddersheimer hatten endlich das Erfolgserlebnis, das sie herbei gesehen hatten. Für Trainer Marco Streker der Lohn harter Arbeit. „Wir arbeiten seit Monaten gleich und haben nichts verändert. Nur ernten wir jetzt unseren Lohn für die ehrliche Arbeit. Irgendwann wird jeder für seine Mühen belohnt.“
Der Sieg in Dudenhofen war mehr als verdient und die TSG war das bessere Team. Darüber waren sich auch beide Trainer nach der Partie einig. „Das war unser bestes Saisonspiel“, so Streker. Der zweitbesten Offensivmannschaft der Liga wurde über die gesamte Spielzeit keine einzige Torchance zugestanden. Der Favorit stand sehr hoch. Das war ein gefundenes Fressen für die schnellen Spitzen der TSG, allen voran Lion Schubach.
Der Anschlusstreffer zum 3:1 war ein harmloser Distanzschuss, der durch mehrmaliges Aufprallen eine kuriose Wendung nahm. Die TSG hatte einen Auftakt nach Maß. Nach fünf Minuten gab es schon die Führung. Freistoß von Marcel Oehler, sein anvisiertes Ziel war Fabian Herchenhan. Es war nicht das erste Mal in dieser Saiso, dass genau diese Bälle von Fabian auch verwandelt wurden. Das Spiel wurde von den Pfeddersheimern diktiert. In der 37. Minute wurde der Spielstand erhöht: Lion Schubach mit der Hereingabe, Bartosz Wiach setzte sich energisch durch und traf zum 2:0.
In der zweiten Hälfte kam immer noch nicht der erwartete Sturmlauf der Gastgeber. Zwar segelten die Bälle über die beiden Außenbahnen in den Strafraum, aber keine einzige Situation machte sich brenzlig bemerkbar. Die TSG setzte über die Konter eine Duftmarke nach der anderen. In der 59. Minute traf Lazar Ilic zum 3:0. Wieder war Lion Schubach der Vorlagengeber. Nach dem Anschlusstreffer wurde zwar einigen etwas unwohl, doch der Tabellenführer war an diesem Samstag nicht in der Lage, die TSG in Not zu bringen. Kurz vor dem Ende macht Khaled Abou Daya den Sack endgültig zu.
Wäre die Saison nun zu Ende, würde die TSG auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen. Auf die obere Liga geschaut, steht aber immer noch nicht fest, wie viele Absteiger es geben kann. Erreicht haben die Pfeddersheimer mit diesem Erfolg also noch nichts. Am Freitag, dem 9. Mai, um 19.30 Uhr, empfängt die TSG den VfB Bodenheim.