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  • Mi., 12. Februar 2014, 16:03 Uhr
    Architekten aus der Region Alzey-Worms legen eindeutiges Bekenntnis zu einer Bebauung am Wormser Dom ab

    Klares „Ja” zum „Haus am Dom”

    Die Domgemeinde möchte den Entwurf des Berliner Architekten Prof. Dr. Springer realisieren. Quelle: Heidenreichund Springer


    VON GERNOT KIRCH Das geplante „Haus am Dom” schlägt bezüglich Emotionen und Engagement hohe Wellen und viele Bürger warten gespannt, ob es zu einem Bürgerentscheid kommt oder nicht. Dabei positionieren sich verschiedene Gruppen und beziehen „Für” oder „Gegen” das Vorhaben Stellung. So auch die organisierten Architekten in der Region Alzey-Worms. Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz hat in einer Presseinformation mitgeteilt, dass sich die Architekten in Stadt Worms und Landkreis Alzey-Worms für die Realisierung des „Hauses am Dom” ausgesprochen haben.

    Hohes Maß an Fachkunde

    Der Sprecher der Architektenschaft im Landkreis Alzey-Worms, Luigi Sinopoli, schreibt in der Presseerklärung: „Architektur und Baukultur betreffen alle, deshalb sind architektonische Planungen hoch verantwortungsvolle, komplexe Aufgaben. Sie erfordern ein hohes Maß an Sach- und Fachkunde". Weiter führt er aus, dass er sich im Namen der Architektenschaft für die Realisierung des „Hauses am Dom” ausspricht. Wobei er nicht explizit darauf eingeht, für welchen Entwurf sich die Architekten aussprechen. In dem Pressetext ist nur die allgemein Rede vom „Haus am Dom”. Wobei gemutmaßt werden kann, dass er den zweiten Springer-Entwurf mit Satteldach meint, doch eindeutig formuliert ist dis nicht.

    Notwendiger Lückenschluss

    Luigi Sinopoli begründet seine bzw. die Stellungnahme der Kollegen sowohl aus der Historie wie aus dem vorbildlichen Planungsverfahren. Baugeschichtlich schließe die vorgelegte Planung des „Hauses am Dom” eine Lücke aus Kriegs- und Notzeiten. Der heute oft aus Unkenntnis der historischen Situation geforderte freie Blick auf den Dom entspreche beispielsweise gerade nicht dem Baudenkmal und seinem historischen Kontext. Die Planungen würden ganz im Gegenteil Gegenteil eine städtebauliche Fehlstelle schließen.

    Vorbildliches Planungsverfahren

    Auch der Weg, den das Bistum bei der Planung gegangen ist, sei vorbildlich: In einem transparenten, öffentlichen Wettbewerbsverfahren haben 13 Architekturbüros in monatelanger intensiver Arbeit Vorschläge erarbeitet, die in einer mit Fach- und Sachpreisrichtern besetzen Jury fachlich beurteilt wurden. In dieser Jury war Fachexpertise aus den verschiedensten Verantwortungsbereichen von der Stadt Worms über das Domkapitell bis zur Denkmalpflege namhaft eingebunden.

    Bürgerbeteiligung unklar

    Eher unklar und etwas nebulös sagte Luigi Sinopoli zur Bürgerbeteiligung: „Eine wache Bürgergesellschaft, die ihre Verantwortung für das baukulturelle Erbe erkennt, ist für jede Stadt ein Gewinn. Diese tut gut daran, Transparenz und Qualität bei den Verfahrensschritten zur Entscheidung über die Planung einzufordern.“ Weiter schreibt Luigi Sinopoli. „Wohl begründete Ergebnisse aus solchen Verfahren müssen dann aber auch gelten. Ansonsten stellen wir die Voraussetzungen geordneter Beteiligungen und Verfahren in Frage, statt die Mitwirkung zu ermöglichen.“

     

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