Di., 06.10.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 05. Oktober 2018, 10:36 Uhr
    Diskussionsabend im Wormser Westen bot Fragen und Antworten sowie Zahlen und Fakten

    „Klartext mit Kissel“

    Sollen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in einer Probezeit im Vorfeld quasi als Praktikanten im Stadtvorstand „beweisen“, um künftige Aufgaben und Verantwortung kennenzulernen und in der Öffentlichkeit bekannter zu werden? So lautete die wohl überraschendste Bürgerfrage während eines Diskussionsabends „Klartext mit Kissel“.

    „Ein kreativer Gedanke, den ich so noch nie gehört habe“, bekannte Michael Kissel in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt im Wormser Westen. Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für ein politisches Amt aufzubauen, zähle zu den Aufgaben der einzelnen Parteien. „Allerdings fördern wir als Stadt selbstverständlich unser Personal mit Schulungen und Seminaren oder etwa einem betrieblichen Gesundheitsmanagement“, so das Stadtoberhaupt.

    Meist einstimmige Beschlüsse im Stadtrat

    Ihm zufolge gilt es, die Vielfalt einer wachsenden Stadt zu berücksichtigen, Prozesse zu moderieren und auch schwierige Entscheidungen zu treffen. „Hierzu arbeiten wir im Stadtvorstand genauso gut zusammen, wie die SPD als größte Fraktion im Stadtrat mit der zweitgrößten Fraktion eng zusammenarbeitet“, so Michael Kissel. Zudem würden Beschlüsse im Stadtrat meist einstimmig getroffen.

    „Wer allerdings als Behördenleiter wie ich verpflichtet ist, nach Recht und Gesetz sowie nach Haushaltslage zu entscheiden“, legte Michael Kissel anschließend dar, „kann es nie allen recht machen“.

    Eine wachsende Stadt – und ihre Herausforderungen

    Wenig überraschend folgten auch Fragen nach Wohn- und Parkraum – konkret um das geplante Wohngebiet auf dem Gelände des ebwo in der Monsheimer Straße beziehungsweise den mangelnden Parkplätzen beim Ärztehaus am Liebenauer Feld.

    Entlang der Bebel- sowie der Von-Steuben-Straße sollen für Patienten des Ärztehauses Parkplätze entstehen, deren Parkdauer auf zwei Stunden befristet sein werden. Flankiert werde die Maßnahme, indem für das geplante Bauprojekt Magnolienhof die Tiefgarage doppelt so groß wie ursprünglich geplant ausfallen solle.

    „Im Jahr 2008“, führte Oberbürgermeister Michael Kissel anschließend aus, „gab es circa 46.000 KfZ-Zulassungen und 2013 bereits rund 59.600 Fahrzeuge“. Deshalb koordiniere Baudezernent Uwe Franz ein umfassendes Mobilitätskonzept, um bestehende Angebote nachhaltig optimieren beziehungsweise ausbauen zu können.

    Vergleichbares bilanzierte er für die Einwohnerzahlen, welche im gleichen Zeitraum ungefähr von 80.000 auf fast 88.000 angestiegen sind. Dies mache sich in steigenden Mieten bemerkbar. „Deshalb habe ich den ‚Masterplan Wohnen‘ beraten und aufgelegt, um über Wohnungsgesellschaften, Bauträger und Privatpersonen neuen Wohnraum zu ermöglichen“.

    Weitere Ziele für Zukunft der Stadt

    „Für die Zukunft der Stadt habe ich noch weitere Ziele, die ich gerne vollenden möchte“, verwies Michael Kissel gegen Ende des Abends städtebaulich beispielsweise auf das Hochstift, das Nibelungencenter oder den Lückenschluss des Äußeren Ringes. „Ich glaube, dass eine erfahrene und sichere Hand hierbei von Vorteil ist“, warb er abschließend um Stimmen für eine weitere Amtszeit.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige TicketshopAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige das WormserAnzeige AmtsblattAnzeige 3 Füller 1