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  • Di., 05. Februar 2019, 17:38 Uhr
    Wormatia-Jahresempfang im EWR-Kreiselblick: Kritik und Optimismus gepaart mit interessanten Gesprächen und Verabschiedung

    Klassenerhalt ist und bleibt das oberste Ziel

    Abschiedsgeschenke gab es für Gerd Obenauer und Karl-Heinz Hesch beim Jahresempfang des VfR Wormatia. Von links: Marcel Gebhardt, Vorstand, Helmut Emler (Wirtschafts- und Verwaltungsrat), Gerd Obenauer, Karl-Heinz Hesch, Tim Brauer (Vorsitzender), Adolf Kessel (designierter Oberbürgermeister der Stadt Worms). Foto: Klaus Diehl


    VON KLAUS DIEHL Was wäre es so schön, müsste beim Wormatia-Jahresempfang, diesmal beim Sponsor EWR im Kreiselblick, nicht von einem möglichen Abstieg oder dergleichen gesprochen werden. Auch nicht von unliebsamen Vorfällen, wie beim Heimspiel gegen den FK Pirmasens, als ein Wormatia-Fan den Gästetrainer angegriffen hatte. „Das hat dem VfR Wormatia viele negative Schlagzeilen eingebracht“, so der 1. Vorsitzende Tim Brauer in seiner Begrüßung. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, diese Auffassung vertrat auch Trainer Steven Jones bei noch 14 ausstehenden Spielen. Die in der Winterpause verstärkte Mannschaft sollte mit mindestens sieben Siegen den Klassenerhalt ermöglichen können“, gab sich Cheftrainer Steven Jones im Interview optimistisch. Diese Ansicht teilt auch der Vorstand, denn der Klassenerhalt „muss“ eigentlich erreicht werden, um den Traum von höheren Zielen nicht vorzeitig platzen zu lassen.

    Tim Brauer blickte in seinem Jahresbericht auf den Pokalsieg und DFB-Pokal gegen Werder Bremen als die besonderen Highlights, aber auch voraus auf die anstehende SWFV-Verbandspokalrunde mit dem Halbfinale beim FC 09 Speyer und dem wahrscheinlichen Endspielgegner 1. FC Kaiserslautern, ohne den zweiten vor dem ersten Schritt machen zu wollen. Ein zu erneuernder großen Kunstrasenplatz sei ebenfalls eine wichtige Aufgabe. Brauer verwies auf den VfR als wichtigen Sympathieträger der Stadt. An der Energie, die vom Verein ausgeht, hat auch Gastgeber EWR Anteil. Fußball und EWR das passe gut zusammen, wie Frank Dinter vom Energiedienstleister bekundete.

    Großartige Fan-Aktion

    Ein breiterer Raum bei diesem Jahresempfang nahm auch die großartige Fan-Aktion der Wormatianer mit der DKMS im Kesselhaus sein. Dies soll auch keine Eintagesfliege sein, waren die Protagonisten unisono der Meinung im Kampf gegen den Blutkrebs weiter Akzente setzen zu wollen. Der VfR Wormatia hat mit Lukas Schader aus Bürstadt erstmals einen Verantwortlichen für den Bereich Marketing benannt, der diese Herausforderung hauptberuflich wahrnehmen will.

    In einer ersten Talkrunde mit Markus Wolsiffer und Cheftrainer und sportlichen Leiter Steven Jones, wurden die Gäste des Jahresempfangs auf die anstehende Fortsetzung der Regional-Rückrunde und ihre Ziele eingestimmt. Jones bat hierbei auch um Verständnis, dass es beim bisherigen Saisonverlauf und seinen Schwierigkeiten mit einem nahezu völlig neuen Kader nicht so gut gelaufen sei. Sowohl das Trainer-Team wie auch die Spieler seien darüber nicht minder enttäuscht, den Erwartungen nicht gerecht geworden zu sein.

    Immer die Ruhe bewahren

    „Ein paar Punkte mehr könnten Kopfweh und unnötiges Rechnen ersparen“, meinte ein Gast. Zur nächsten Talkrunde hatte Markus Wolsiffer zusammen mit dem Sportvorstand Marcel Gebhardt den ehemaligen Wormatia-Trainer Alois Schwartz eingeladen. Schwartz plauderte aus dem Nähkästchen und erklärte nach seinen Trainerstationen Kaiserslautern, Sandhaufen, Nürnberg und aktuelle beim KSC, dass überall die Stimmung schnell kippen könne, wenn gesteckte Ziele in weitere Ferne rücken. Von daher sei das in Worms nicht anders. Wichtig sei es deshalb, die Ruhe zu bewahren, gab Alois Schwartz den Wormser mit auf den Weg. Das gelte besonders für einen Trainer.

    Danke Gerd, danke Karl-Heinz

    Mit dem viele Jahrzehnte für die Pressearbeit beim VfR Wormatia zuständigen Gerd Obenauer, der auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschied, aber weiterhin in glühender Wormatia-Fan bleibt, sowie dem für die Stadionzeitung ebenfalls viele Jahrzehnte Verantwortlichen und Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Hesch, wurden zwei treue Wormaten mit einem Trikot zum Abschied beschenkt und ihr Wirken für den Traditionsverein gewürdigt.
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