
Von Marcus Diehl › Der Aufsteiger TG Osthofen gegen den Drittligaabsteiger TSG Haßloch. Kaum Erfahrung in der Regionalliga gegen geballte Handballroutine. Das waren die Vorzeichen beim zweiten Heimspiel der Saison. Achtzehn Minuten lang war davon nichts zu sehen. Die Herren der TGO zeigten sich ebenbürtig. Sie hatten beim Stand von 11:10 die Nase vorne.
In der Folge mussten sie durch einige Unterzahlsituationen, die Partie aus der Hand geben. Am Ende verloren sie mit 22:33 (12:18). Trainer Sebastian Bösing stellte fest: „Wir spielen 15 Minuten auf Augenhöhe, auch wenn bis dahin auch nicht alles rund lief gegen die offensive Abwehr. Danach haben wir nicht mehr das auf die Platte gebracht, was wir uns vorgenommen haben.“
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Julius Herbert lag die ganze Hauptlast im Rückraum auf Paul Bonin und Luca Steinführer. Sie beide allein, Luca 9x und Paul 6x, waren für 15 Treffer zuständig. Neben dem Ausfall des erfahrenen Julius Herbert standen vier Akteure auf dem Spielbogen, die sich in der Vorbereitung mit Verletzungen herumgeplagt hatten und noch etwas Zeit brauchen. Gegen den Drittligaabsteiger Haßloch hätte an dem Tag alles passen müssen, um Punkte zu holen.
Verbesserungswürdig ist auf jeden Fall, das Verwerten der Torgelegenheiten. 21 Fehlwürfe sind einfach zu viel. „Wir müssen lernen, mit solchen Spielen umzugehen, wir sind jetzt in einer höheren Spielklasse unterwegs. Es geht um die Entwicklung der Mannschaft, und da sind wir auf dem richtigen Weg. Da gehören solche Spiele auch dazu“, so der Coach.
Am Sonntag kommt der nächste Absteiger aus der 3. Liga in die Wonnegauhalle. Von den Voraussetzungen her gesehen die gleichen Vorzeichen: Außenseiter trifft auf abgezocktes Spitzenteam. Sebastian Bösing erklärt: „Wir versuchen, so lange wie möglich konkurrenzfähig zu sein.“ Zu verlieren haben die Herren nicht viel. Gegen die Spitzenteams der Liga muss alles passen, um für eine Überraschung zu sorgen. Die „rote Wand“ muss ab 18 Uhr hinter der Mannschaft stehen.