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  • Mo., 12. Dezember 2022, 11:04 Uhr
    Medizinische Versorgung: Fünfjähriges Friedensdorf-Kind aus Afghanistan zur Behandlung im Klinikum

    Kleiner Masoom kann endlich wieder gehen

    Prof. Dr. Jochen Blum mit seinem kleinen Patienten. Foto: Klinikum Worms; pakalski


    Bereits seit vielen Jahren behandelt das Klinikum Worms auf Initiative von Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, kostenfrei kranke Kinder, die über die karitative Stiftung „Friedensdorf“ zur medizinischen Versorgung nach Deutschland kommen. Nachdem Prof. Blum in diesem Jahr bereits den kleinen Mirwais aus Afghanistan im Klinikum behandelt hat, hat er mit dem kleinen Masoom nun ein zweites Kind aus Afghanistan im Klinikum Worms betreut.

    Der fünf Jahre alte Junge erlitt bei einem Unfall in seinem Heimatland einen offenen Bruch seines rechten Schienbeines. „Durch die Verschmutzung kam es letztlich zu einer Knocheneiterung, die trotz mehreren Wundversorgungen in Afghanistan nicht zur Ruhe kam“, erklärt Prof. Blum. Die Entzündung breitete sich im Schienbeinknochen aus und der Junge drohte entweder sein Bein oder gar sein Leben zu verlieren. Er war also dringend auf medizinische Hilfe aus Deutschland angewiesen.

    Lebensrettende Behandlung

    Ähnlich wie der kleine Mirwais im Frühling, kam Masoom über das Friedensdorf mittels Flug von Kabul am 10. November zur lebensrettenden Behandlung ins Klinikum Worms. „Hier wurde er sehr intensiv weiter abgeklärt, antibiotisch behandelt und dreimal operiert“, so der Chefarzt, der den kleinen Masoom in den vergangenen Wochen gemeinsam mit einem Team aus Unfallchirurgen und Kindermedizinern behandelt hat. „Bei den Operationen konnten wir die abgekapselten Knochenherde eröffnen und antibakteriell behandeln. Zusätzlich haben wir Antibiotika in das Innere des Schienbeins eingebracht.“

    Der kleine Masoom hat die Eingriffe gut überstanden. Die mikrobiologischen Untersuchungen zeigen eine Bakterienfreiheit und das Bein ist inzwischen stabil, sodass der fünfjährige mittlerweile ohne Schiene laufen darf. Das freut natürlich auch Chefarzt Prof. Blum und sein Team: „Die chronische Wunde am Bein ist inzwischen auch soweit geheilt, dass Masoom – mit hoher Wahrscheinlichkeit – gegen Ende dieser Woche in das Friedensdorf gebracht werden kann, wo er dann wieder auf andere afghanische Kinder treffen wird. Voraussichtlich im März nächsten Jahres kehrt er dann in seine afghanische Heimat zurück.“

     

     

     

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