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  • Mo., 24. Februar 2020, 14:12 Uhr
    GARRP-WORKSHOP: Nach erschreckenden Fakten neue Impulse und Maßnahmen erarbeiten

    „Klimaschutzprojekte in der Kommune umsetzen!“

    Am Samstag fanden sich in der Alevitischen Gemeinde in Alzey neue und erfahrene Kommunalpolitiker sowie weitere Interessierte zusammen, um bei dem Workshop der GARRP (Grüne und Alternative in den Räten Rheinland-Pfalz) zu „Klimaschutz – kommunal - konkret“ neue Impulse und Maßnahmen für kommunalen Klimaschutz zu erarbeiten. „Uns bleiben nur noch acht Jahre CO2-Budget wenn wir so weitermachen wie bisher“. Mit diesen und noch anderen erschreckenden Fakten machte der erste Redner, MdL Andreas Hartenfels, mit Schwerpunkt Klimapolitik, deutlich, wofür sich das Engagement in der Ratsarbeit der mehr als vierzig Anwesenden so sehr lohnt. Er verwies aber auch auf die großen Fortschritte, die das Land Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren gemacht hat, wie beispielsweise 60% mehr installierte Photovoltaik-Anlagen seit 2012. Trotzdem wurde deutlich, dass ohne den schnellen Kohleausstieg und den weiteren Ausbau Regenerativer Energien die Klimaziele nicht erreicht werden können.

    Besondere Rolle

    „Kommunen kommt beim Klimaschutz eine besondere Rolle zu. Denn auch für viele Klimaschutzprojekte sind Kommunen die Umsetzungsebene“, betonte der Kommunalpolitiker Christoph Benze aus Bad Kreuznach. Dazu braucht es aber häufig guter Impulse und Konzepte. In seinem Vortrag zeigte er entsprechende Möglichkeiten auf. Die Grünen können sich nach den großen Wahlerfolgen bei der Kommunalwahl durch Anträge und Ideen noch stärker einbringen und dabei auch klimapolitische Forderungen z.B. von „Fridays for Future“ aufnehmen. Unterstützung erhalten sie bei ihrer Ratsarbeit von der GARRP.

    Energieagentur in beratender Funktion

    Auch der dritte Referent Paul Ngahan, Mitarbeiter der Energieagentur Rheinland-Pfalz und ebenfalls Kommunalpolitiker, gab viele konkrete Informationen zu kommunalen Klimaschutzmaßnahmen an die Hand. Die Energieagentur steht in beratender Funktion allen Kommunen beiseite, die nun Klimaschutzmanager einstellen. Darüber hinaus bietet sie weitere Unterstützung zu Maßnahmen im kommunalen Klimaschutz. Gefolgt von den Impulsen der Redner verteilten sich die Teilnehmenden an die drei Thementische, welche sich mit Klimaschutz beim Bauen, dem Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit und mit KombiDirekt, ein für Kommunen kostenfreies Bilanzierungsmodul der Energieagentur beschäftigten. Dort erarbeitete Anträge sollen nun vor Ort in die Räte eingebracht werden, um in Alzey-Worms einen Beitrag zu mehr Klimaschutz zu leisten.

    Genügend Austauschbedarf

    Im Anschluss tagte die Klausur der GRÜNEN Fraktionen im Kreis Alzey-Worms. Ziel war es, sich besser zu vernetzen und gemeinsam einen Vierjahresplan für Klimaschutzthemen auf kommunaler Ebene zu erstellen und voranzutreiben. Der Vorstand des Kreisverbandes wollte dabei erfahren, wie und wo er die Fraktionen vor Ort am besten unterstützen kann. Da weiterhin genügend Austauschbedarf besteht wird sich die Runde zukünftig in regelmäßigen Abständen treffen. Weitere Infos unter www.gruene-alzey-worms.de

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