Neue Palliativversorgung am Klinikum Worms / Klinik etabliert sechs Betten zur stationären Palliativbehandlung
Klinikum nimmt Versorgungsauftrag an
Von links: Bernhard Büttner, OB Michael Kissel und Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler tauschten sich im Gespräch über die Palliativversorgung am Klinikum Worms aus.
Das Klinikum Worms erhält zukünftig sechs Betten zur Palliativversorgung. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, überbrachte die offizielle Zustimmung des Ministeriums jüngst an Oberbürgermeister Michael Kissel und Klinikum-Geschäftsführer Bernhard Büttner.
„Wir haben in unserem Klinikum bereits vor vielen Jahren einen onkologischen Schwerpunkt gesetzt und mehrere zertifizierte Krebszentren etabliert. Aktuell verfügen wir über ein Brust- und Darmzentrum, ein Prostatazentrum und ein gynäkologisches Krebszentrum. Außerdem gibt es bei uns am Haus eine Praxis für Strahlentherapie, die von niedergelassenen Ärzten betrieben wird“, erklärt Büttner den Bedarf für eine eigene, stationäre Palliativversorgung. „Als Klinikum mit großem onkologischem Schwerpunkt betreuen wir immer wieder auch Patienten, die am Ende ihres Leidensweges angekommen sind und eine finale Diagnose erhalten haben.“ Dem Klinik-Chef ist es wichtig, gerade diesen Menschen eine ganz besondere Betreuung und Versorgung zukommen zu lassen. „Palliativpatienten benötigen spezielle ärztliche und pflegerische Mitarbeiter, die sich ganz intensiv um den jeweiligen Patienten kümmern, um ihm die verbleibende Zeit schmerzlindernd und mit bestmöglicher Lebensqualität zu gestalten. Ich bin daher sehr dankbar für die Unterstützung des Ministeriums.“
Wie wichtig und vor allem sinnvoll die Etablierung von Palliativbetten für die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist, unterstrich auch OB Kissel: „Es ist nur folgerichtig, wenn unser Klinikum als onkologische Schwerpunktklinik nun auch über eine eigene stationäre Palliativversorgung verfügt. Schwerkranke Patienten müssen in dieser belastenden Situationen nicht mehr die Klinik wechseln, sondern können hier vor Ort optimal und ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt werden.“
„Im Wormser Klinikum zunächst sechs Betten für Palliativpatienten zu etablieren, halte ich für die richtige Entscheidung. Das Land ist bestrebt, die Palliativversorgung weiter auszubauen, sodass wir das Vorhaben des städtischen Klinikums unterstützen“, unterstrich die Gesundheitsministerin. „Die Palliativmedizin wird nun dem Bedarf der Patientinnen und Patienten entsprechend ausgebaut und auch im Klinikum dem hohen Stellenwert entsprechend sichtbar erhalten. Ich bin im Sinne der schwerstkranken Menschen dankbar, dass das Krankenhaus diesen Versorgungsauftrag annimmt und darüber hinaus sich auch schon seit Jahren für eine Vernetzung mit der ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung einsetzt. Denn wir wissen, dass viele Menschen gerade nicht im Krankenhaus sterben möchten, sondern im gewohnten Umfeld. Dennoch brauchen wir verschiedene Angebote und dazu gehören auch die Palliativstationen in den Krankenhäusern.“