
Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) hat dem Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikums Worms erneut den Status als regionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk Mainz-Rheinhessen zur Behandlung von Schwerverletzten bescheinigt. Die Rezertifizierung bestätigt das hohe Niveau, auf dem Menschen mit schwersten Verletzungen im Klinikum Worms behandelt werden.
„In unserem Traumazentrum werden neben schweren Einzelverletzungen auch schwerste und lebensbedrohliche Kombinationsverletzungen (Polytraumata) gemäß eines fest vorgeschriebenen Behandlungsablaufes bestmöglich versorgt“, erklärt Oberarzt Dr. Philippe Roux. „Aktuell haben wir jährlich rund 170 Einsätze in unserem Schockraum. Die Unfallursachen sind hierbei vielfältig. Dies können beispielsweise Autounfälle, Stürze aus mindestens drei Metern Höhe oder auch Zusammenstöße zwischen einem Auto und einem Radfahrer bzw. Fußgänger sein.“
Im Schockraum selbst arbeiten dann Ärzte aller Fachrichtungen sehr eng zusammen. „Wird ein schwerstverletzter Patient angekündigt, wird das komplette Schockraum-Team alarmiert und steht so bereits bereit, wenn der Patient im Klinikum eintrifft“, so Dr. Roux weiter. „Alle notwendigen medizinischen Geräte – etwa ein CT oder MRT – sowie ein Operationssaal befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Schockraum, damit wir im Notfall schnell und zielgerichtet agieren können.“
„Um die bestmögliche Versorgung unserer Patienten zu erreichen arbeitet das Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie hierbei sehr eng mit den anderen Fachabteilungen unseres Klinikums zusammen. Denn im Notfall zählt jede Minute und umso wichtiger ist es, unsere Patienten so schnell wie möglich fachbereichsübergreifend zu versorgen“, ergänzt Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Worms.
Ziel des TraumaNetzwerks ist es, die Behandlungsqualität flächendeckend zu standardisieren und zu sichern sowie die Behandlung schwerverletzter Patienten in Deutschland zu optimieren. Die erstmalige Zertifizierung des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Klinikums Worms als regionales Traumazentrum für die Region Mainz-Rheinhessen fand im Jahr 2011 statt. Für den Status eines regionalen Traumazentrums ist die Einhaltung klar definierter Richtlinien erforderlich, sodass Schwerverletzte ohne zeitliche Verzögerungen auf kürzestem Wege bestmöglich weiterversorgt werden können. Das Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie besitzt so alle Voraussetzungen, um auch bei größeren Katastrophen professionell und rasch zu agieren.
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