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Mo., 13. Oktober 2014, 09:07 Uhr
Innovativer OP-Roboter seit fünf Jahren in Urologie des Klinikums im Einsatz / Bereits 700 durchgeführte urologische Operationen
Klinikum feiert fünf Jahre OP-Roboter „Da Vinci“
Prof. Dr. Georg Hofmockel neben der Operationskonsole des „Da Vinci“.
Das Klinikum Worms setzt in der Urologie seit genau fünf Jahren auf robotergestützte Operationen. Im Jahr 2009 feierte der hochmoderne, computergestützte OP-Roboter „Da Vinci“ Premiere am Klinikum Worms – und seither wurden an der Klinik für Urologie und Kinderurologie bereits 700 Operationen mit dem innovativen „Da Vinci“ durchgeführt.
Das Klinikum Worms hat sich damals vor allem aufgrund der zahlreichen Vorteile für den Patienten für den Kauf des „Da Vinci“ entschieden. Als Weiterentwicklung der Knopflochchirurgie (minimalinvasive Chirurgie) erlaubt der OP-Roboter Dank einer 3-dimensionalen Bildgebung und 10-facher Vergrößerung ein absolut exaktes Arbeiten. Die Instrumente sind im Gegensatz zu herkömmlichem Operationsbesteck frei beweglich, was eine viel genauere Präparation ermöglicht. Der Patient profitiert in der Regel von einem schnelleren Gesundungsprozess und weniger Schmerzen.
Einsatz bei komplizierteren Operationen
Einsatzgebiet des „Da Vinci“ sind in erster Linie kompliziertere Operationen. Der OP-Roboter kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht körpereigene Funktionen zu erhalten oder zu rekonstruieren. „Radikale Prostataentfernungen können mithilfe des ‚Da Vinci‘ besonders nervenschonend durchgeführt werden, um Kontinenz und Potenz des Patienten besser erhalten zu können“, erklärt Prof. Dr. Georg Hofmockel, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Worms. „Auch bei organerhaltenden Operationen wie etwa der Entfernung von Nierentumoren oder rekonstruktiven Engriffen bei Fehlbildungen bringt eine ‚Da Vinci‘-Operation zahlreiche Vorteile“, so Prof. Hofmockel weiter. „Für unsere Patienten wichtig zu wissen ist auch, dass weiterhin der Chirurg operiert und der Roboter lediglich umsetzt, was vom Menschen vorgegeben wird.“
Neben der Urologie arbeiten auch die Gynäkologen des Klinikums Worms seit dem Jahr 2011 mit dem „Da Vinci“. Seit Anfang 2014 nutzt das Klinikum den OP-Roboter als eines von nur wenigen Krankenhäusern in Deutschland und einziges in der Metropolregion Rhein-Neckar auch in der Bauchchirurgie.
Übrigens: Bei einer Operation mit dem „Da Vinci“ entstehen am Klinikum Worms – unabhängig vom Versichertenstatus – keine Zusatzkosten für den Patienten.
Über das Klinikum Das Klinikum Worms ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit über 555 Betten, verteilt auf 11 Hauptfachabteilungen und Fachbereiche sowie zwei Belegabteilungen. Aktuell kümmern sich über 1.500 Mitarbeiter um jährlich rund 26.500 stationär und über 36.000 ambulant behandelte Patienten. Das Klinikum Worms gehört damit zu den fünf größten Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz.
Als Schwerpunktversorgung sind im Rahmen des Krankenhauszielplanes die Geburtshilfe, die Unfallchirurgie, die Kardiologie mit Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) und die Gastroenterologie ausgewiesen. Darüber hinaus ist das Klinikum Worms als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1 für extrem untergewichtige Neu- und Frühgeborene) sowie Diabetologisches Zentrum ausgewiesen. Zusätzlich sind wir als Onkologisches Zentrum, Brust-, Darm- und Prostatazentrum sowie Traumazentrum zertifiziert.
Ebenfalls zum Klinikum Worms gehören ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und ein Ambulantes Operationszentrum mit drei voll ausgestatteten modernen Operationssälen. Hinzu kommt die ans Klinikum angeschlossene Strahlentherapie-Praxis, die von niedergelassenen Ärzten betrieben wird. Die Ärztliche Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte für Worms befindet sich ebenfalls im Klinikum Worms.