Mi., 15. Juni 2016, 13:11 Uhr
Beckenbodenzentrum informiert rund um das Thema (In-)Kontinenz am 25. Juni von 9 bis 12 Uhr im Konferenzraum
Klinikum Worms lädt zum „2. Wormser Kontinenztag“
(In-)Kontinenz darf kein Tabuthema sein. Aus diesem Grund lädt das Beckenbodenzentrum am Klinikum Worms im Rahmen der Weltkontinenzwoche 2016 am 25. Juni von 9 bis 12 Uhr zum „2. Wormser Kontinenztag“ ein. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr möchten die Mitglieder des Beckenbodenzentrums auch in diesem Jahr wieder rund um das Thema (In-)Kontinenz aufklären, betroffenen Patienten Hilfestellungen geben sowie über neue, sehr erfolgreiche Therapiemöglichkeiten informieren.
Die Besucher erfahren im Rahmen interessanter Kurzvorträge vieles zu modernen Diagnose- und Therapieverfahren bei Urin- aber auch Stuhlinkontinenz. In einer parallelen Ausstellung informieren verschiedene Anbieter über Hilfsmittel und Hilfsdienste sowie die Möglichkeiten der Physio- oder Schrittmachertherapie. Im Anschluss stehen die medizinischen Experten für eine Frage- und Diskussionsrunde zur Verfügung.
„Inkontinenz ist kein Schicksal, sondern mithilfe verschiedener konservativer oder operativer Therapiemöglichkeiten in der Regel gut behandelbar“, erklärt Privatdozent Dr. Markus Hirschburger, Leiter des Beckenbodenzentrums am Klinikum Worms. „Oft liegt nicht ein einzelnes Problem vor, sondern die Summe vieler Veränderungen führt am Ende zu einer Blasen- und/oder Darmentleerungsstörung. Deswegen ist eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit besonders wichtig. Denn so wie die Probleme, die zu der Funktionsstörung führen, häufig unterschiedlicher Natur sind hat auch die Behandlung eines urologischen, gynäkologischen oder darmchirurgischen Befundes Einfluss auf die anderen Bereiche“, so Privatdozent Dr. Markus Hirschburger weiter.
Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Rheinhessen
Das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Rheinhessen ist ein regionales und überregionales Netzwerk an Spezialisten, die sich zum Ziel gesetzt haben Patientinnen und Patienten, die unter Blasen- und Enddarmentleerungsstörungen leiden interdisziplinär zu betreuen. Darüber hinaus setzt sich das Spezialisten-Netzwerk dafür ein, der Volkskrankheit Inkontinenz mehr Akzeptant innerhalb der Bevölkerung zu verschaffen. Nach wie vor wenden sich viele betroffene Patienten aus Scham mit ihrem Problem nicht an ihren Arzt und bleiben daher unbehandelt – was vor dem Hintergrund der oft guten Therapiemöglichkeiten sehr bedauerlich ist. Schließlich haben sich in den letzten Jahren viele konservative und auch operative Therapien mit oft hervorragenden Erfolgen etabliert.