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  • Do., 23. März 2023, 13:30 Uhr
    FDP-Fraktion: „Denkmalverschandelung“ vor der Wormser Rheinbrücke

    „Klotzen statt kleckern?“

    An der Wormser Rheinbrücke wurden neue Bäume gepflanzt. Laut FDP-Fraktion verschandeln die Betonumrahmungen das Wormser Denkmal.


    „Da staunt der kulturhistorisch interessierte Besucher nicht schlecht, wenn er die Wormser Rheinbrücke derzeit besichtigt. Denn seit einigen Tagen ´zieren` dieselbige sechs klobige Betonklötze. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man dann noch in jedem grauen Quader einen neu gepflanzten Baum samt Stützgerüst. Einmal davon abgesehen, dass dieses zweifelhafte Ensemble das herausragende Wormser Denkmal verschandelt, vernichtet es ganz nebenbei auch bis zu 30 Parkplätze“, heißt es in einem Schreiben der Wormser FDP Fraktion.

    „Wie konnte eine solche Denkmalverschandelung an der Wormser Denkmalpflegebehörde eventuell vorbei oder schlimmer noch mit deren Zustimmung durchgeführt werden? Es handelt sich bei der Rheinbrücke nicht um ein `Allerweltsbauwerk`. Gerade vor einem halben Jahr erhielt die Brücke die besondere Auszeichnung „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“, so die FDP. Alfred Koch, u.a. Mitglied im Kreisvorstand der FDP Worms, möchte diesbezüglich in der nächsten Sitzung des Stadtrates eine entsprechende Anfrage an Oberbürgermeister Adolf Kessel stellen. „Es muss unbedingt geklärt werden, wie angeblich der hessische Mobilitätsdienstleister `Hessen Mobil` diese scheinbare Nacht- und Nebelaktion durchführen konnte, ohne dass die Wormser hinreichend informiert wurden. Ebenso soll Auskunft darüber erteilt werden, warum bis zu dreißig Parkplätze dafür quasi platt gemacht wurden? Denn diese werden bei Veranstaltungen rund um den Festplatz dringend benötigt“, so Koch.

    Worms investiere viel Geld in die Tourismusförderung. Laut FDP ist das auch gut so. Das mache aber nur Sinn, wenn Touristen auch die Denkmäler besuchen und dafür auch entsprechende Parkflächen finden würden. „Wir dürfen solche unqualifizierten Beeinträchtigungen unserer Kulturgüter und die sinnlose Vernichtung von Parkraum nicht zulassen“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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