Jens Guth informiert sich über aktuelle Situation bei „Mit Jugend gegen Drogen gGmbH“ / Aufsuchende Arbeit in Schulen ein wichtiger Faktor
„Knast, Psychiatrie, Friedhof oder Aufhören“
Alina Schiefelbein Sozialpädagogin, Eberhard Speidel Geschäftsführer, Timo Horst Fraktionsvorsitzender der Wormser SPD, Jens Guth, SPD Landtagsabgeordneter (von links).
„Willst du aufhören?“, „Was ist wichtiger als die Droge?“ und „Was willst du verändern?“. Diese 3 Fragen sind es, die Eberhard Speidel von „Mit Jugend gegen Drogen e.V.“ für besonders wichtig und wegweisend bei der Drogensuchtbekämpfung hält. Eine kompetente Motivationsarbeit sei erforderlich um eine gute Einstellungsarbeit zu bewirken, meint der langjährige Geschäftsführer beim Besuch des Landtagsabgeordneten Jens Guth und den beiden Stadträten Timo Horst und Patricia Sonek. Es gibt nur: „Knast, Psychiatrie, Friedhof oder Aufhören“.
Seit etlichen Jahren verfolgt und unterstützt der SPD- Landtagsabgeordnete Jens Guth die wichtige Arbeit des Vereins und spricht gleich die beiden wichtigen Faktoren Personal und Finanzen an.
„Zwischenzeitlich sind wir in der Lage die Betreuung unserer Petenten zu gewährleisten “, erläutert Geschäftsführer Eberhard Speidel den Politikern. Eine letzte Lücke würde im Dezember geschlossen. Wegen der hohen Sachkosten sei der Verein aber immer wieder auf Spenden und Unterstützung angewiesen.
MdL Jens Guth und seine Stadtratskollegen versprachen hier nachzuhaken, denn jeder Cent sei gut angelegtes Geld, weil der Verein auch wichtige Arbeit in der Prävention leiste. Beratungen werden nicht nur in Schulen, sondern auch in Vereinen und Firmen angeboten.
Angebote werden stark nachgefragt
Eberhard Speidel erklärte, dass die im Hause befindliche Drogenberatung, die Schuldnerberatung sowie das Polamidon-Programm stetig und zwar in hoher Zahl, von betroffenen Menschen nachgefragt würden. Im Jahr 2015 nahmen 121 Personen am Substitutionsprogramm teil; 560 Einzelpersonen seien in Beratung gewesen. Hier sei erneut ein Anstieg zu verzeichnen. Auch die Schuldnerberatung wäre komplett ausgelastet.
Die Drogenszene sei zwar aufgrund der hohen Kontrollzahlen im Albert-Schulte-Park kurzfristig zurückgegangen, jedoch sei durch die Zerschlagung der Wormser Drogenszene vor Ort kein gewünschter Rückgang der Konsumentenzahlen zu verzeichnen, so Speidel. Ein weiteres großes Problem seien zwischenzeitlich die „legalen“ Kräutermischungen.
„Dies zeigt deutlich, welch enormer Bedarf in dieser für Worms wichtigen Einrichtung besteht“, betonen Guth, Horst und Sonek und versprachen auch weiterhin die Institution zu unterstützen.
Verbunden mit einer Einladung verabschiedete Speidel seine Gäste. Am 2. September findet eine Veranstaltung mit Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Wohn- und Arbeitsprojekt in Osthofen statt, an dem allen Unterstützern gedankt werden soll.