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  • So., 13. Juli 2014, 15:58 Uhr
    GRÜNE befürworten das städtische Konzept zu Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen

    Kochmöglichkeiten statt Gemeinschaftsverpflegung

    Das vom Wormser Sozialdezernenten Waldemar Herder vorgestellte Konzept zu Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen bietet „eine gute Arbeitsgrundlage, es formuliert wesentliche Standards, die künftig nicht dauerhaft unterschritten werden sollen“, so die Wormser GRÜNEN in einer Pressemitteilung.

    „Nachdem wir uns auch vor Ort über die Verhältnisse informiert hatten und regelmäßigen Kontakt zu den ehrenamtlichen Unterstützern halten, begrüßen wir die geplante Einrichtung von Gemeinschaftsküchen für alle Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften“, so die Mitteilung. Sie seien die Voraussetzung dafür, dass die Bewohner aus vielen unterschiedlichen Kulturen künftig statt einer fertigen Gemeinschaftsverpflegung quasi 'Essensgeld' erhielten und dann selbst einkaufen und kochen könnten, so die GRÜNEN.

    „Für Menschen, die ihre Heimat verloren haben, bietet sich so immerhin eine gewisse Möglichkeit, wenigstens bei der Zubereitung ihrer Mahlzeiten annähernd ihrer Kultur und Gewohnheiten zu entsprechen“, so die Stellungnahme.

    Vertraute Gerichte wichtig
    Auch wenn der Vergleich hinke , so könne doch jeder, der schon einmal länger im Ausland gesesen sei, ermessen, welche Bedeutung ein vertrautes Gericht haben könne. Da Asylbewerber in den ersten 9 Monaten gar nicht und später nur eingeschränkt arbeiten dürften, seien Tätigkeiten wie Einkauf von Lebensmitteln und Zubereitung von Mahlzeiten wichtige Möglichkeiten, den Tag zu strukturieren, Kontakte zu knüpfen oder Erfahrungen im Umgang mit Euros und Einkaufsmöglichkeiten zu machen. 


    Die GRÜNEN weiter: „Die guten Vorsätze müssen nun auch umgesetzt werden. Dass sie im städtischen Konzept schriftlich niedergelegt sind, ist ein guter Schritt, der der Qualitätssicherung dienen kann“.

    Die steigenden Flüchtlingszahlen seien eine Herausforderung, zeigten sich die GRÜNEN sicher. Mitte der 90er Jahre hätten die Zahlen allerdings auch schon einmal höher als heute gelegen und Worms nehme etwa 2 Prozent der rheinland-pfälzischen Flüchtlinge auf.

     

    Sprachförderung nötig

    Im Worms lebten heute schon Bürger aus mehr als 140 Nationen und jeder fünfte Wormser habe Wurzeln in einer anderen Kultur, was neben Herausforderungen auch Reichtum bedeute, so die Pressemitteilung. In Zukunft werde auch die lokale Wirtschaft darauf angewiesen sein, zur Deckung des Personalbedarfes auch das Potential dieser Bevölkerungsgruppe zu nutzen. Dazu werde der Erwerb der deutschen Sprache besser als bisher gefördert werden müssen, schließt die Mitteilung.

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