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  • Mo., 21. Juli 2014, 16:24 Uhr
    Schulfest der Pfrimmtalschule gab Rahmen für Unterzeichnung der Vereinbarung einer Ausbildungspatenschaft

    Kolpingsfamilie und Pfrimmtal-RS PLUS schlossen Partnerschaft

    Das Schulfest der Pfrimmtalschule am 19. Juli gab einen sehr  schönen Rahmen für die Unterzeichnung der Vereinbarung einer Ausbildungspatenschaft zwischen der Kolpingsfamilie Worms und der Pfrimmtal-Realschule PLUS ab . Ziel der Patenschaft soll es demnach sein, den Übergang der Schulabgänger  der Berufsreife in eine Ausbildung zu begleiten, zu erleichtern und gegebenenfalls zu ermöglichen.

    Selbst das Wetter spielte mit. Und das Schulfest , das bestens von den Klassen, Lehrern und Eltern vorbereitet war, erlaubte einen Einblick in das schulische Leben. Die einzelnen Projektgruppen präsentierten auf einer eigens im Schulhof aufgebauten Bühne sehr eindrucksvoll die Ergebnisse der vorangegangenen Projektwoche. Durch das Programm führte Rektorin Simone Gnädig.

    Die Kolpingsfamilie hatte dort am eigenen Informationsstand sowohl mit eigens gestalteten Plakaten und reichhaltigem Informationsmaterial die Gelegenheit, Schüler, Eltern und Lehrer eingehend über das Patenprojekt und andere Hilfsmöglichkeiten des Kolpingswerkes zu informieren.

    Das Patenteam, das fast vollständig anwesend war, hatte alle Hände voll zu tun, um das Informationsbedürfnis von Schülern und Eltern dazu bedienen zu können.

    Ein Informationsschwerpunkt waren die Kompetenzen der Paten vor Ort. So bieten die Paten für die 9. Klassen der Berufsreife  ein systematisches  und individuelles Bewerbungstraining an. Dieses soll die Inhalte ergänzen, die bereits in den 8.Klassen im Klassenverband  behandelt wurden. In einem intensiven Einzeltraining werden alle Themen der Bewerbungsphase (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsgespräch und Einstellungstests) geübt werden. Dabei kann jeder Patenschüler auf einen Ausbildungspaten zurückgreifen.

    Dieser Ausbildungspate steht dem  Patenschüler  in der Praktikumsphase hilfreich zur Seite und er wird ihn auch auf Wunsch in der Bewerbungsphase begleiten.

    Weiterhin stieß das Hilfsangebot der Unternehmergruppe im Patenteam bei den Schülern und Eltern auf reges Interesse. Diese inzwischen fünf Unternehmerpersönlichkeiten aus sehr unterschiedlichen Berufsfeldern (Bauunternehmen, Winzer, Landschaftspflege, Modegeschäft, Industrie) wollen über ein vielfältiges Praktikumsangebot und in den Klassen über Berufe informieren, die bei Jugendlichen oft nicht im Fokus stehen. Sie sind auch in der Lage, Praktika und Lehrstellen anzubieten, mit Hilfe ihrer Netzwerke auch über ihren eigenen Betrieb hinaus.

    Die Chancen, die Kolpingswerk und der Verband der Kolpingshäuser Jugendlichen auf dem Weg zur Ausbildungabschluss  bieten, war den allermeisten Interessenten bis dahin nicht bekannt. Dass Kolping über 50 Jugendwohnheime verfügt, in denen man  preisgünstig wohnen kann, wenn man fernab der Heimat eine Ausbildungsstelle angenommen hat, war für die meisten neu, auch dass diese Jugendwohnheime vielfach eine fachkundige, sozialpädagogische Ausbildungsbegleitung anbieten.

    Ein weiterer Interessensschwerpunkt waren die integrativen und kooperativen Berufsausbildungs-gänge im Zusammenhang mit der staatlich anerkannten Berufsschule des Kolpingwerkes in München.

    Der feierliche Akt der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde fand vor der Schulgemeinde auf der Bühne im Schulhof statt. Rektorin Simone Gnädig lobte das Patenschaftsprojekt der Kolpingsfamilie Worms und hob es als eine weitere Chance für ihre Schüler hervor.

    Manfred Lang (Projektteam) stellte in einer kurzen Ansprache sowohl die Kolpingsfamilie und ihren Gründer  als auch das Patenschaftsprojekt mit seinen drei Schwerpunkten (Bewerbungstraining, Unterstützung durch die Unternehmergruppe im Patenteam und Hilfsmöglichkeiten des Kolpingwerkes) dar.

    Neben der Rektorin, dem Mitglied des Kolpingleitungsteams Karlheinz Springborn und für das Patenteam Manfred Lang unterschrieben alle Mitglieder des Patenteams die Urkunde – auch als Zeichen, dass es ihnen mit ihrem Engagement sehr ernst ist.

    Zum Abschluss ergriff  Jan Metzler, Bundestagsabgeordneter der CDU, das Wort und lobte das Kolpingprojekt . Er selbst habe aus der Presse davon erfahren und beschlossen, dass er diese gute Sache unterstützen müsse. Denn man könne nicht nur von sozialer Verantwortung reden, man müsse sich vielmehr selbst dieser stellen. Aus diesem Grunde habe er beschlossen, ein Patenamt zu übernehmen. Er wolle dabei nicht nur sich als Person einbringen, vielmehr wolle er das Projekt auch mit der wissenschaftlichen Assistenz seines Berliner Büros  und seinen guten Kontakten zur FH Worms unterstützen.  Weiterhin bot er dem Patentteam und den Verantwortlichen der Schule zur Information über grüne Berufe eine Weinbergs- und Betriebsbegehung  im elterlichen Weingut an.  Dies ließ sich Rektorin Simone Gnädig nicht zwei Mal sagen und regte darüber hinaus an, einen Teil eines Weinbergs der Pfrimmtalschule als Patenweinberg zu widmen, den man z.B. als schulisches Projekt begleiten könne.

     

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