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  • Di., 25. Juni 2013, 16:20 Uhr
    Die Stadt möchte mit Hilfe der Landesgartenschau den Wormser Norden städtebaulich aufwerten

    Landesgartenschau: Kommt sie, oder kommt sie nicht?

     

    Der grün markierte Bereich zeigt die Fläche, auf der die Gartenschau stattfinden könnte.


    VON GERNOT KIRCH Es ist fraglich, ob es zukünftig überhaupt noch eine Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz geben wird. Die Entscheidung dürfte jedoch schon bald fallen, denn traditionell wird am Ende der aktuellen Landesgartenschau die Stadt für die nächste bekanntgegeben. So richten sich die Augen der potentiellen Bewerberkommunen aus Worms, Bad Kreuznach, Neuwied und Bitburg zurzeit nach Landau, wo in diesem Jahr die Blumenschau durchgeführt wird. Die Landesregierung äußerte sich bisher jedoch eher zurückhaltend bis skeptisch, was die Zukunft der Gartenschauen angeht. Dies in erster Linie wegen finanzieller Aspekte bzw. knapper Kassen.

    Im Rahmen eines Pressegespräches drückte der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel am Montag dennoch die Hoffnung aus, dass es gelingt, die Landesgartenschau 2018 in die Nibelungenstadt zu holen. Der Bereich auf dem die Gartenschau in Worms stattfinden soll, ist das von der Bahn nicht mehr genutzte etwa 20 Hektar große Gelände links und rechts der Gleise. Das Areal beginnt nördlich vom Hauptbahnhof und wird vom Albert-Schulte-Park sowie der Bensheimer Straße und der Güterhallenstraße flankiert und endet etwa auf Höhe der Pfrimm. Dabei sollen Gleise, die nicht mehr in Benutzung sind, zurückgebaut werden und eine Parklandschaft im Herzen von Worms entstehen. Die Bahn würde lediglich so viele Gleise im Zentrum des Geländes behalten, wie sie für den Schienenverkehr nach Mannheim und Mainz braucht.
    OB Kissel bestätigte, dass bereits Gespräche mit der DB AG geführt wurden, diese aber nicht einfach seien. Der Stadtchef betonte gegenüber dem NK, dass die Stadt das Areal jedoch unabhängig von einer Landesgartenschau städtebaulich entwickeln und aufwerten möchte. Sollte es keine Blumenschau geben, werde sich die Stadt um andere Fördertöpfe bemühen. Denn neben der Schaffung einer Parklandschaft im Herzen der Stadt möchte man unbedingt die nicht mehr zeitgemäßen Wohnquartiere im Wormser Norden, angrenzend zur geplanten Parklandschaft, aufwerten. Neben der Bausubstanz soll auch die soziale Komponente von nachbarschaftlichem Miteinander und Intensivierung des Bereiches Bildung angepackt und verbessert werden. Als Vorbild diene dazu der Wormser Süden um die Boosstraße. Dort wurde im Rahmen des Förderprogramms "Soziale Stadt" ein nachhaltig positive Entwicklung in Gang gesetzt, die große Früchte trägt. So wurde aus dem einstigen Wormser Schmuddelecke ein aufstrebendes Wohngebiet und ein landes- bzw. sogar bundesweit beachtest Projekte. Das Manko hinsichtlich der Entwicklung des Wormser Nordens ist allerdings, dass auch die Mittel für das Förderprogramm "Soziale Stadt" vom Bund drastisch reduziert wurde. Somit käme die Landesgartenschau gerade recht. Besonders im Hinblick darauf, welche nachhaltig städtebauliche Verbesserungen etwa in Bingen, Trier oder Kaiserslautern durch die Gartenschau erzielt werden konnte.

    Eine interessante Variante bezüglich des Areals links und rechts der Gleise schlägt nun die Bürgerinitiative (BI) gegen das geplante Gewerbegebiet am hohen Stein vor. Sie hält das Gelände in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof als optimal für eine Ansiedlung von Unternehmen, die dort verkehrsgünstig gelegen Bürogebäude errichten könnten.

     

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