Fr., 01. Juli 2016, 10:34 Uhr
Stadtrat berät über Fahrradverleihsystem / Ziel: Motorisierten Verkehr in Innenstadt verringern
Kommt „VRNnextbike“?
„VRNnextbike“ heißt das Projekt des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), das in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses präsentiert wurde. Es ist Teil des Mobilitätskonzepts der Stadt und zielt auf eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs ab. Dafür soll ein öffentliches Fahrradvermietsystem mit ortsgebundenen Verleihstationen etabliert werden. „Das System dient als Ergänzung oder auch Anknüpfungspunkt für den ÖPNV und soll möglichst vielen Zielgruppen die Möglichkeit zur kostengünstigen, flexiblen und klimafreundlichen Fortbewegung geben“, erläutert Oberbürgermeister Michael Kissel. Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Speyer bieten das System bereits an, Bensheim wird es in Kürze nutzen. Die Stadt Worms könnte ab 2017 den Betrieb von „VRNnextbike“ aufnehmen.
Der Vorteil
Die Räder können im gesamten Verbundgebiet gemietet bzw. wieder abgestellt werden. Die Verwaltung habe bisher elf mögliche Verleihstandorte im Stadtgebiet geprüft, so der Stadtchef. Das vom VRN vorgelegte Angebot geht von elf Stationen mit insgesamt 75 Rädern aus. „Im Hinblick auf die immer weiter zunehmende Verkehrsbelastung in unsrer Stadt sind wir bestrebt, sinnvolle Alternativen – möglichst breit gefächert - anzubieten“, betont OB Kissel. Die Höhe des Zuschusses für die Stadt wird sich für die Vertragslaufzeit von fünf Jahren auf insgesamt 188.500 Euro belaufen – plus einmaliger Investitionskosten von 15.000 Euro für die Infrastruktur.
Stationen in Innenstadt
Die elf von der Stadt vorgeschlagenen Stationen liegen hauptsächlich im innerstädtischen Gebiet und weisen zwischen den einzelnen Standorten – wie vom Anbieter empfohlen – Abstände von 500 bis 800 Metern auf: Rheinufer, Kaiserpassage, Hauptbahnhof, Lutherplatz, Park-and-Ride-Parkhaus, Von-Steuben-Straße, Andreasquartier, Neumarkt, Das Wormser, Prinz-Carl-Anlage, Hochschule Campus Nord.
Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am Mittwoch, dem 13. Juli, über die Einführung des Systems entscheiden.