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    Landkreis Alzey-Worms: Netzwerkkonferenz Kinderschutz bringt Fachkräfte zusammen / „Wirksamen Kinderschutz weiter mit Leben füllen“

    Kompetenzen durch Austausch und neue Impulse stärken

    Landrat Heiko Sippel begrüßte zahlreiche Fachkräfte, die zur Netzwerkkonferenz Kinderschutz ins Tagungszentrum der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey gekommen waren.
    Foto: Simone Stier/Kreisverwaltung Alzey-Worms

    Kindeswohl im Blick – verstehen, handeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen: Unter diesem Leitgedanken stand die diesjährige Netzwerkkonferenz Kinderschutz des Landkreises Alzey-Worms. Rund 140 Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen kamen im Tagungszentrum der Rheinhessen-Fachklinik in Alzey zusammen, um sich auszutauschen und ihre Kompetenzen im Berufsalltag durch neue Impulse zu stärken.

    „Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe, die nur im guten Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann. Gerade wenn es darum geht, mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen, richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln, ist der fachliche Austausch unverzichtbar“, betonte Landrat Heiko Sippel: „Mit unserer Netzwerkkonferenz zu unterschiedlichen Themenbereichen schaffen wir bereits seit vielen Jahren einen Raum, in dem Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und die Zusammenarbeit über die Grenzen einzelner Fachbereiche hinweg weiter gestärkt werden kann. Davon profitieren vor allem diejenigen, um die es uns geht: Kinder und Jugendliche.“

    Interdisziplinäre Vernetzung

    Verena Nowak, bei der Kreisverwaltung für die Koordination des Netzwerks Kinderschutz zuständig, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte in die Veranstaltung ein. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Frage, wie Fachkräfte Kindeswohlgefährdungen frühzeitig erkennen und sicher damit umgehen können. Neben der fachlichen Wissensvermittlung bot die Konferenz Gelegenheit zu Gesprächen und zur interdisziplinären Vernetzung.

    Den fachlichen Fokus setzte der Vortrag von Prof. Dr. Kathinka Beckmann, Professorin für Kinder- und Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Kinderschutz an der Universität Koblenz. Die Referentin informierte anschaulich über zentrale Aspekte von Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung und gab Impulse für die praktische Arbeit der beteiligten Fachkräfte.

    Vertieft wurden die Inhalte in Workshops, die unterschiedliche Facetten des Kinderschutzes aufgriffen. Dabei ging es unter anderem um Kinderschutz durch Prävention sowie um die Frage, wie Verhalten von Kindern professionell wahrgenommen, eingeordnet und bewertet werden kann. Die Workshops boten Raum für konkrete Fallbeispiele, fachlichen Austausch und die gemeinsame Reflexion des eigenen Handelns.

    Entwicklungen frühzeitig wahrnehmen

    Zur Netzwerkkonferenz eingeladen waren Fachkräfte und Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten – darunter Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Gesundheitswesen, Bildung sowie weitere Einrichtungen und Dienste. Denn Kinderschutz braucht viele Perspektiven: „Beobachtungen aus unterschiedlichen Fachgebieten können dazu beitragen, Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen, Gefährdungen besser einzuschätzen und notwendige Hilfen auf den Weg zu bringen“, betonte Verena Nowak.

    Die Netzwerkkonferenz ist damit zugleich ein wichtiger Baustein der kontinuierlichen Netzwerkarbeit im Landkreis Alzey-Worms. Ziel ist es, bestehende Kooperationen zu festigen, neue Kontakte zu knüpfen und die gemeinsame Verantwortung für einen wirksamen Kinderschutz weiter mit Leben zu füllen.

     

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