Ausstellung "Bohème" von Wormser Künstler noch bis 31. Mai im WORMSER
Komplexität durch minimalistische Mittel
VON JUDITH OBERLE Randgruppen in den Vordergrund zu rücken und ihnen eine Stimme zu geben war das Ziel des Wormser Künstlers Julian Strasser. Noch bis zum 31. Mai sind die Kunstwerke des jungen Künstlers und Designers im Foyer des WORMSER Kulturzentrums zu sehen. Bei der Vernissage am letzten Samstag war es an Uwe Haseleu, der den Zeichner bei seinen Werken begleitete, ihn und seine Ausstellung "Bohème" zu beschreiben und die Intensionen den Zuschauern nahe zu bringen, was ihm auch gelang. "Bereits in der 8. Klasse verkaufte Julian Strasser sein erstes Bild, für damals 5 DM". Es sei eine Vorlage für ein Tattoo gewesen, das sich ein Freund tätowieren lassen wollte. In der Kunst und Musik ist der im Jahre 1981 geborene Künstler aus Kirgisistan aufgewachsen und hat viel von seinen Eltern lernen können. Er verstehe es, aus minimalistischen Mitteln hochkomplexe Systeme entstehen zu lassen, so Haseleu über Strasser. Strasser selbst möchte mit "Bohème", die nicht wahrgenommene Masse aus dem Alltag herausheben und sie darstellen. "Als Resultat erkennt man in jedem – ob Arzt oder Landstreicher – einen Bohemian.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai im Foyer des WORMSERs zu den Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr zu betrachten. Der Eintritt ist frei.
Elena und Maxim Amelyanchik waren gemeinsam mit den beiden Töchtern Sophie und Ruslana auf der Ausstellung und waren sehr angetan von den Kunstwerken des jungen Wormsers. Foto: Judith Oberle