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Di., 28. Januar 2014, 23:00 Uhr
Interessengemeinschaft Pfrimm e.V. Worms informierte sich vor Ort über die realisierten Hochwasserschutzmaßnahmen
Konsequentes Fortführen der Politik führte zu gutem Ergebnis
Vor Ort konnten sich die IGP-Mitglieder und ihre Gäste von den neusten Maßnahmen überzeugen.
Die Interessengemeinschaft Pfrimm e.V. (IGP) hatte ihre Mitglieder und Interessierte am vergangenen Samstag zu einer Begehung des neuen Damms an der Pfrimm eingeladen, um den neu erstellten Hochwasserschutz vom Ochsenklavier bis zum Ausgang Leiselheim zu besichtigen.
Die erste Vorsitzende, Eleonore Bittner, begrüßte die etwa 30 Teilnehmer bei schönem Winterwanderwetter und dankte Heinrich Webler vom Ing.-Büro Icon für seine Bereitschaft über dieses Hochwasserschutz-Projekt zu informieren.
Unter den Anwesenden war auch der ehemalige Ortsvorsteher Bruno Heilig und sein jetziger Nachfolger Timo Horst von Hochheim, die Beide zum „parlamentarischen“ Werdegang der Baumaßnahme aussagen konnten.
Schon beim letzten großen Hochwasser 1996 stellte sich die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes als dringend erforderlich heraus, denn der alte Damm hielt den Wassermassen gerade noch stand; die Tieflagen von Hochheim (Im Mersch) waren gefährdet. Beim nächsten Hochwasser, 2003, wurde nicht nur die IG Pfrimm gegründet, sondern auch die ersten Schritte zur Realisierung unternommen und das Ingenieurbüro mit der entsprechenden Planung beauftragt. 10 Jahre später war das Werk vollendet.
Sperrmauer schützt tieferliegendes Gelände
Die Teilnehmer der Pfrimmwanderung folgten den bautechnischen Ausführungen des leitenden Ingenieurs Heinrich Webler mit großer Aufmerksam. Er begann mit der Erklärung, dass man die Wehrmauer um die Gaststätte „Zum Pfrimmpark“ mit aufwändigem Sperrtor am Eingang Storchenwiese auch deshalb hat bauen müssen, um die dahinterliegenden tieferen Geländen (u.a. die Tennisanlage) zu schützen. In diesem Zusammenhang erwähnte er ausdrücklich, dass diese Baumaßnahmen insgesamt billiger seien, als eventuelle Kosten für die Beseitigung von Hochwasserschäden.
Spundwand stabilisiert Damm
Im weiteren Verlauf der Wanderung wurden an markanten Punkten die einzelnen Gewerke erklärt: Die angelegte Spundwand im Bereich des Damms zwischen Ochsenklavier bis zum Teich stabilisiert den Damm nicht nur bei Hochwasser, sondern verhindert auch eine Beeinträchtigung durch Unterwanderung von Baumwurzeln oder Kaninchenbauten. Die Anlage zur Entwässerung des Rückhaltebeckens Richtung Leiselheim machte eine besondere Kreuzung nötig.
Feldweg wurde zum festen Wanderweg Auf dem weiteren Weg wurde im Bereich des Schlittwegs erklärt, dass der Alte Leiselheimer Damm auch noch eine gewisse Funktion behalten hat, und somit mit einem Überlauf versehen wurde. Am Eingang Leiselheim (Dr.-Illert-Straße) war dann die nächste große Spundwand zu besichtigen. Hier blieb die Frage unbeantwortet, warum man die geplante Auffahrt zur projektierten Tangente, die diesen Bereich berührt, nicht in die Planung mit einbezogen hat um diese Kosten zu sparen. Beim weiteren Gang entlang des Damms bis zum Ortsende Leiselheim zeigte sich, dass durch die Baumaßnahme ein Feldweg zum festen Wanderweg umgewandelt wurde.
Mit der vorgesehenen Sanierung des letzten Abschnitts der Pfrimm im Bereich der Mündung in den Rhein werden dann alle geplanten Maßnahmen abgeschlossen sein.
Abschluss in der SV Gaststätte
Die Teilnehmer trafen sich zum Ende der Wanderung noch in der Gaststätte des SV Leiselheim zum Mittagessen. Hier wurden noch offene Fragen beantwortet und ein Film vorgeführt, der die Bauschritte des Dammes zusammenfasste und schließlich zeigte, dass ein neues Naherholungsgebiet (neuer Wanderweg) in Worms entstanden ist.
Eleonore Bittner stellte zusammenfassend fest: Die frühen Anträge und Anfragen im Stadtrat von Ortsvorsteher Bruno Heilig und seinem Stellvertreter Raimund Sürder sowie das konsequente Fortsetzen dieser Politik durch den Nachfolger Timo Horst hat zu einem guten Ergebnis geführt.