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  • Mi., 11. Januar 2017, 15:00 Uhr
    Röchling Automotive verzichtet auf Erweiterung auf angrenzenden Kleingartenbereich / OB bedauert Entscheidung / Standort Worms nicht in Frage gestellt

    Kosten der Grundstücksbereitstellung zu hoch

    Foto: Röchling Automotive


    Am Firmensitz von Röchling Automotive in Worms entsteht zurzeit ein moderner Neubau mit Büroarbeitsplätzen im Bereich Forschung und Entwicklung. Jetzt hat sich die Unternehmensführung dazu entschieden, auf die ursprünglich angedachte Erweiterung ihres Geländes auf dem angrenzenden Kleingartenbereich zu verzichten. Dies teilte Röchling Automotive Geschäftsführer Robert Eimer Worms‘ Oberbürgermeister Kissel unmittelbar nach der entsprechenden Entscheidung in der Röchling-Gruppe mit.

    „Ausschlaggebend für diese Entscheidung war, dass die Kosten der Grundstücksbereitstellung weit über den an deutschen Standorten üblichen Werten liegen würden“, so Robert Eimer. Er betonte, dass dies nichts mit dem verhandelten Kaufpreis zu tun habe. Vielmehr hätten die durch die Lage bedingten Aufwendungen, vom Artenschutz über die Verlagerung der Kleingärten und der Bebauungsplanänderung bis insbesondere zur Baureifmachung zu Beträgen geführt, welche die Wirtschaftlichkeit des Investitionsprojektes infrage stellten.

    Oberbürgermeister Michael Kissel, der sich stets dafür eingesetzt hatte, dass die Erweiterung möglich wird, hat gleichwohl für die Entscheidung des Unternehmens Verständnis. „Wir wissen, dass Erweiterungen an bestehenden Standorten schwierig sind, weil dabei auf durch das Umfeld bedingte Gegebenheiten besonders Rücksicht genommen werden muss.

    Verbesserungen und Optimierungen

    Das führt stets zu längeren Projektlaufzeiten, aber eben meist auch zu höheren Entwicklungskosten“, so Oberbürgermeister Kissel. Kissel weiter: „Zwar bedauere ich diese Entscheidung, habe aber andererseits erfreut zur Kenntnis genommen, dass dadurch der Röchling-Standort Worms nicht in Frage gestellt wird.“  Im Gegenteil: Der Vorstandsentscheidung folgend, setzt Röchling Automotive am Standort künftig sowohl auf eine weitere Verbesserung von Betriebsabläufen auf dem eigenen Gelände, als auch auf eine Optimierung von Fertigungskapazitäten zwischen verschiedenen Röchling-Werken. Die Fertigstellung des Technical Centers für bis zu 250 Mitarbeiter wird für Mai 2017 erwartet. Eine Produktionshalle mit 3.000 Quadratmetern Grundfläche und einem geschätzten Baukostenvolumen von acht Millionen Euro wird  ebenfalls in 2017 in Betrieb genommen werden.

    Am Standort beste Erfahrungen gemacht

    Noch ein Stückchen weiter in die Zukunft blickt Geschäftsführer Robert Eimer, wenn er die geplante Niederlegung eines älteren Gebäudeteils in der Mitte des Firmengeländes mit anschließender Neubebauung zur Optimierung der Betriebsabläufe ins Auge fasst. „Wir haben am Standort Worms in der Kooperation mit Wirtschaftsförderung und Verwaltung beste Erfahrungen gemacht. Wir wissen, dass hier auch die mit den geplanten, internen
    Baumaßnahmen verbundenen Abläufe kompetent und konstruktiv begleitet werden. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung ist insbesondere in Zeiten knapper Gewerbeflächen ein wesentlicher Standortfaktor“, so Robert Eimer. Dabei kommen auch die Synergieeffekte aus der langfristig vereinbarten Kooperation mit dem Wormser Logistikdienstleister Rhenania zum Tragen.

    Röchling Automotive beschäftigt am Standort Worms 620 Mitarbeiter, davon circa 150 Mitarbeiter im Bereich Projekte/Entwicklung, deren Anzahl in nächster Zeit noch um 20 Neueinstellungen steigen soll. Die weltweit operierende Röchling-Gruppe steht mit über 8.500 Mitarbeitern an 77 Standorten in 22 Ländern für Kompetenz in Kunststoff. Vom einfachen Produkt bis zum komplexen System nutzen wir das einzigartige Innovationspotenzial dieses Werkstoffs. Der Unternehmensbereich Industrie verfügt über ein breites Produktspektrum aus thermo- und duroplastischen Kunststoffen sowie aus Hochleistungskunststoffen. Kunden erhalten diese Produkte in Form von Halbzeugen wie Platten, Rund-, Hohl- und Flachstäben, Profilen sowie Formgussteilen oder als präzise, spanabhebend bearbeitete und konfektionierte  Komponenten.

    Der Unternehmensbereich Automobil steht für Komponenten und Systemlösungen auf den Gebieten Aerodynamik, Antrieb und Neue Mobilität. In der Entwicklung nah am Kunden und global präsent, liegt unser Fokus auf den aktuellen Herausforderungen der Automobilindustrie: Verminderung von Emissionen, Gewicht und Treibstoffverbrauch. Der Unternehmensbereich Medizin bietet seinen Kunden eine breite Palette von Auftragsherstellungs-Dienstleistungen im Bereich der Kunststoffverarbeitung und Präzisionsbaugruppen Technologie für die Medizintechnik, Diagnostik- und Pharmaindustrie an. Die hochwertigen Produkte werden in innovativen Arzneistoffabgabesystemen, Primärverpackungen, Chirurgischen Instrumenten und Diagnose-Einwegartikeln verwendet.

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