Wormser Klinikum: Onkologisches Zentrum erfolgreich rezertifiziert / Experten vieler Fachrichtungen kümmern sich um optimale Behandlung
Krebspatienten in der Pandemie nicht vergessen
Prof. Dr. Tim Zimmerman bei der Patientenvisite. Foto: Klinikum Worms/pakalski
Deutschlandweit erkranken jährlich rund eine halbe Million Menschen an Krebs. Dieser belegt nach wie vor Platz zwei der Todesfälle nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dennoch hat sich die Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt, sodass vielen Patienten mittlerweile gut geholfen werden kann. Umso wichtiger ist deshalb, dass Krebspatienten auch in Zeiten der Pandemie nicht vergessen werden.
Für die Behandlung von Krebserkrankungen stehen spezielle Onkologische Zentren zur Verfügung, die sich durch eine besondere Erfahrung und den Zugang zu modernsten Behandlungsmöglichkeiten auszeichnen. Ein solches Onkologisches Zentrum besteht auch am Wormser Klinikum, das jüngst erfolgreich rezertifiziert worden ist. „Ein Onkologisches Zentrum kann man sich als organisatorische Vernetzung vieler Abteilungen unseres Klinikums gemeinsam mit externen Partnern vorstellen“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Tim Zimmermann, der Sprecher des Onkologischen Zentrums ist.
„In unserem Onkologischen Zentrum sind wir auf Krebserkrankungen der Brust, des Darms, der Prostata sowie gynäkologische Krebsleiden spezialisiert. Jedes dieser Organkrebszentren ist nochmals gesondert seitens der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert“, so der Chefarzt weiter, der außerdem erklärt, warum Patienten von der Behandlung in einem Onkologischen Zentrum profitieren: „Keine Krebserkrankung ist gleich. Deshalb ist es wichtig, dass Patienten – angefangen von der Diagnosestellung und der bestmöglichen Behandlung bis hin zur Nachsorge – die für sie optimalste Betreuung erhalten. Das ist nur möglich, wenn viele verschiedene klinikinterne Fachbereiche und Spezialisten innerhalb und außerhalb des Klinikums eng zusammenarbeiten.“
Wöchentliches Tumorboard
Im Onkologischen Zentrum des Klinikums wird deshalb jeder Krebspatient in einem wöchentlichen Tumorboard besprochen. In diesem interdisziplinären Team beraten Experten über die jeweils bestmögliche Behandlungsoption. „In einem zertifizierten Krebszentrum geht es nicht nur um die operative, medikamentöse oder radioonkologische Therapie“, erklärt Prof. Zimmermann weiter. „Wir haben immer auch Prävention, Früherkennung und die bestmögliche Diagnostik im Blick.
Außerdem ist es wichtig, den Patienten nach einer OP oder Chemotherapie nicht alleine zu lassen. An die stationäre Behandlung im Krankenhaus schließen sich Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen, die Organisation der Nachsorge und eine Wiedereingliederung in den Beruf mit einer eventuell vorhandenen Erwerbsminderung an. Hinzu kommt die psychologische Bewältigung der Krebsdiagnose. Hier bieten wir die benötigte Hilfestellung und nehmen uns der Sorgen und Probleme der Patienten an.“
Hinzu kommt, dass standardisierte Vorgehensweisen bei Operationen und medikamentösen Behandlungen und die Einbeziehung eines fachbereichsübergreifenden Expertenteams die Effektivität der Behandlung deutlich verbessern können. „Außerdem“, so Prof. Zimmermann, „verfügen Krebszenten über viel Erfahrung, sodass Patienten sicher sein können, dort stets nach neuestem Stand des Wissens behandelt zu werden.“