Kreis Alzey-Worms. Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht auf besondere Unterstützung. Um zu diesem Recht zu kommen, müssen sich ihre Familien durch den Behördendschungel kämpfen. Weil das oft eine zu große Herausforderung ist, gibt es spezielle Verfahrenslotsen. Zumindest sollte es sie geben. Während andere Landkreise bereits erfolgreich in die Umsetzung gegangen sind, ist in Alzey-Worms noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Der Kreiselternausschuss der Kitas (KEA) schlägt Alarm. Nach wie vor erleben betroffene Eltern immer wieder langwierige Zuständigkeitsklärungen zwischen Jugend- und Sozialamt. Während dessen vergeht wertvolle Zeit, in der Kinder keine Unterstützung bekommen. „Familien brauchen keine Diskussionen darüber, welche Behörde zuständig ist. Sie brauchen kompetente Beratung, Orientierung und schnelle Hilfe. Gerade bei kleinen Kindern können frühzeitige Fördermaßnahmen entscheidend für ihre weitere Entwicklung sein“, so die Vorsitzende des KEA, Anna-Maria Liebing-Zimmermann.
Ein Hoffnungsschimmer besteht zumindest. Die Stelle eines Verfahrenslotsen ist beim Landkreis seit April ausgeschrieben. Der Kreiselternausschuss fordert den Landkreis auf, endlich die gesetzlich vorgesehene Unterstützung für Familien sicherzustellen. Für Eltern zählt am Ende nicht, welche Behörde zuständig ist – sondern, dass ihr Kind die notwendige Hilfe rechtzeitig erhält.
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