Dankeschön-Abend der LandFrauen im Kreis Worms auf der Schafsweide der Familie Hilgartner in Gundersheim
Krimi-Lesung der besonderen Art
Die Auswahl von Marianne Hilgartner war mit Bedacht getroffen und hatte einige Gruseleffekte zu bieten, war teils makaber, es gab blutrünstige Morde oder beabsichtigte Unfälle mit Todesfolge und Spannung pur.
Abwechselnd Weihnachtsfeier oder Ausflug als Dankeschön für die Vorstände in den LandFrauen-Ortsvereinen, das war gestern. Mittlerweile ist es spannend geworden, was sich die Frauen vom Kreisvorstand für die Mitstreiterinnen auf Ortsebene als Überraschung ausgedacht haben. Jedes Jahr ein anderes Highlight, und dabei geht es gar nicht um hochpreisige Veranstaltungen sondern um den Überraschungseffekt und dass die sonst stets emsigen und eifrigen ehrenamtlich Tätigen einmal selbst genießen können ohne sich um etwas kümmern zu müssen.
Im liebevoll dekoriertem „Heustadl“
Kreisvorsitzende Hannelore Reinheimer freute sich, dass die Gundersheimer Vorsitzende Karola Müller mit ihren Vorstandsdamen die Frauen in diesem Jahr dankenswerter Weise auf die Schafsweide der Familie Hilgartner eingeladen hatte. Im idyllischen Ambiente mit liebevoll dekoriertem „Heustadl“, um den sich Sitzplätze gruppierten, gab es ein ländliches Büfett mit einfachen und doch verlockenden Köstlichkeiten und Gundersheimer Wein. Mit den außen herum weidenden Schafen, kam sich die Gruppe vor wie an einem Urlaubsort. Viele waren der Einladung gefolgt, auch Ruth Lott, die ehemalige Vorsitzende der Leiselheimer LandFrauen.
Im Frühjahr hatte sie nach 27 Jahren nicht mehr kandidiert und wurde an diesem Abend mit herzlichen, persönlichen und leicht wehmütigen Worten des Dankes von Hannelore Reinheimer, im Kreise ihrer Kolleginnen der anderen Vereine im Kreis Worms, offiziell verabschiedet. Als Erinnerung an die gemeinsamen Jahre der vorbildlichen Mit- und Zusammenarbeit, gab es ein Worms-Souvenir, das sie immer gut „beschirmen“ soll.
Merinoschafe und Collies
„Feldherrin“, Marianne Hilgartner, auch Vorstandsmitglied in Gundersheim, stellte nun sich und ihre Passion vor. Die Wahl-Gundersheimerin, die sich hier mit ihrem Mann seit 20 Jahren heimisch fühlt, schaffte sich zuerst einen Collie-Hund an. Diese sind von Geburt an als Hütehunde geprägt und brauchen auch eine entsprechende Aufgabe, so wurde Schaf Nr. 1 angeschafft und nach Nr. 2 folgten weitere Merino-Schafe und eine Nachzucht ergab sich, wobei Hilgartner auch bei Zwillingsgeburten Hilfe leistete oder auch mit der Flasche bereit stand. Ein oder auch zwei Hütehunde kamen hinzu, nahmen die Hut der kleinen Herde sehr ernst und ließen sie nicht aus den Augen. Sehen die Collies auch harmlos aus, so ist ihnen die Herde doch absolut gehorsam. Hilgartners haben sich in etlichen Hundeerziehungskursen fortgebildet und gingen mit den Hunden bei vielen Wettbewerben siegreich hervor.
Neben der Schafzucht reist Familie Hilgartner sehr gerne in die weite Welt, in dieser Zeit können sie auf ein hilfsbereites Nachbarpaar zurückgreifen, sie kümmern sich um die Weidtiere, haben ein Auge auf sie und versorgen sie mit Trinkwasser, zu gefüttert muss den anspruchslosen Tieren nichts, sie begnügen sich mit dem, was die Weide bietet.
Zudem ist Marianne Hilgartner nicht nur belesen sondern auch eine gute Vorleserin. Dieser Tatsache war dann die spannende und unterhaltsame Lesung rheinhessischer Krimis geschuldet.