Auszubildende der Stadtverwaltung verkauften Kuchen und Muffins in der Rathauskantine und im Verwaltungsgebäude Adenauerring / Erlös ging in diesem Jahr an die Wormser Tafel
Kuchenverkauf für wohltätigen Zweck
Florian Kramer (li.) und Laura Waßner übergaben den Scheck der Auszubildenden an Hans-Jürgen Sehrt (Mitte), der sich über das Engagement für die Wormser Tafel sehr freute.
Das Angenehme mit einem wohltätigen Zweck zu verbinden, haben sich die Auszubildenden der Stadtverwaltung Worms zur vorbildlichen Gewohnheit gemacht. Auch in diesem Jahr verkauften sie wieder leckeres Backwerk in der Rathauskantine und im Verwaltungsgebäude Adenauerring, um den Erlös einer sozialen Einrichtung zukommen zu lassen. Und wer gönnt sich nicht gerne eine kleine Leckerei, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit?! Jedenfalls waren die 21 Kuchen und zahlreichen Muffins innerhalb des einen Aktionstages, der von der Jugendauszubildenden-vertretung (JAV) organisiert worden war, dank fleißiger Helferinnen und Helfer restlos an den Mann bzw. die Frau gebracht – mit viel Lob der Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Qualität der süßen Stückchen und das gemeinsame Engagement zugunsten benachteiligter Menschen. Stolz auf den städtischen Nachwuchs ist Oberbürgermeister Michael Kissel. „Über ihre Ausbildung hinaus und ohne dazu aufgefordert worden zu sein, haben die Jugendlichen diese Aktion schon vor Jahren initiiert und in wechselnder Besetzung weitergeführt. Dieser Einsatz zur Verbesserung der Situation weniger gut gestellter Mitbürgerinnen und Mitbürger verdient Respekt und Anerkennung“, so der Stadtchef.
Zusätzlich einige Lebensmittel ankaufen
Insgesamt kamen diesmal 304 Euro zusammen, die nun der Wormser Tafel von Laura Waßner und Florian Kramer, stellvertretend für alle Azubis der Stadtverwaltung, übergeben werden konnten. Deren Geschäftsführer Hans-Jürgen Sehrt freute sich riesig über „solch ein tolles Weihnachtsgeschenk“ und sprach seinen herzlichen Dank aus. „Mit der Spende möchten wir zusätzlich einige Lebensmittel ankaufen, damit unsere Besucherinnen und Besucher genügend über die Feiertage zu essen haben“, machte Sehrt deutlich, dass es für Menschen, die von Armut betroffen sind, nicht immer selbstverständlich ist, sich an einen reich oder ausreichend gedeckten Tisch zu Weihnachten setzen zu können. Bei einem kurzen Rundgang durch die Tafel informierte der Geschäftsführer zusammen mit Tafel-Koordinatorin Elisabeth Steinmeyer über die Einrichtung. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichen Alters engagieren sich dort ehrenamtlich. Zweimal in der Woche, jeden Dienstag und Freitag, hat die Tafel geöffnet und gibt Lebensmittel an Einzelpersonen und Familien mit Bezugsschein ab. „Die Nachfrage steigt und verdeutlicht, dass Armut in Deutschland kein Einzelfall ist“, sagte Hans-Jürgen Sehrt mit nachdenklichem Blick. Gespendet werden Lebensmittel u.a. von Supermärkten, Genossenschaften, Landwirten und Geschäften. Doch auch auf private Spenden ist die Tafel angewiesen, um ihre gemeinnützige Tätigkeit aufrechterhalten zu können. Alle Infos über die Wormser Tafel sind unter www.wormser-tafel.de abrufbar. Und im nächsten Jahr heißt es bei den Auszubildenden der Stadtverwaltung wieder: „Kuchen backen und verkaufen für einen guten Zweck“.