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Di., 27. Mai 2014, 14:53 Uhr
Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Biblis: Tropfleckagen an zwei Rohrleitungsabschnitten des nuklearen Nebenkühlwassersystems festgestellt
Kühlung der Brennelemente nicht beeinträchtigt
Archivfoto: Torsten Silz/dapd
BIBLIS – Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat heute das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.
Das Kraftwerk Biblis ist seit dem Ereignis im japanischen Kernkraftwerk Fukushima nicht mehr in Betrieb. Bei Tätigkeiten im Nebenanlagengebäude wurden Tropfleckagen an zwei Rohrleitungsabschnitten des nuklearen Nebenkühlwassersystems festgestellt. Die betroffenen Rohrleitungsabschnitte dienen zur Versorgung der Kühlstellen der Notstromdiesel. Die Leckagebereiche wurden mit Dichtschellen abgedichtet und der Austausch der Rohrleitungsstücke wird vorbereitet. Die Verfügbarkeit der Notstromdiesel war durch die Undichtigkeit nicht eingeschränkt. Alle Brennelemente befinden sich im Lagerbecken. Die Kühlung der Brennelemente ist durch das vorgenannte Vorkommnis nicht beeinträchtigt. Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.
Das Ereignis wurde von der Betreiberin nach den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (= Normal) eingestuft und fristgerecht (innerhalb von 5 Werktagen) dem Hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Eine abschließende Bewertung des Ereignisses und der Einstufung wird unter Hinzuziehung des TÜV NORD vorgenommen. zg