Di., 22. Januar 2019, 16:17 Uhr
Die Linke möchte für Kinder kostenlosen Eintritt bei der Wormatia, eine Gebührensenkung in der Musikschule und Wiederbelebung des Starefestes
Kultur in Worms soll bezahlbar sein
Der Vorsitzende der Fraktion der Linken im Wormser Stadtrat und der Sprecher des Stadtverbandes Georg Gräff unterstützen die Anfrage der SPD Fraktion „Kultur in Worms soll für alle bezahlbar sein“. Nach Einschätzung der Linken komme die Anfrage ein wenig spät. Franz Lieffertz erinnert daran, dass er im Stadtrat vor einigen Monaten der einzige war, welcher gegen eine Erhöhung der Gebühren für finanzschwache Kinder an der Musikschule Worms war. Aber die Fraktion der Linken sei natürlich jederzeit bereit mit den Sozialdemokraten Gespräche zu führen, um diese Erhöhung rückgängig zu machen.
Weiterhin schlägt die Linke vor, finanzschwachen Bürgern freien Eintritt zu gewähren, wenn Veranstaltungen der Nibelungen-Festspiele nicht ausverkauft sind und Plätze leer bleiben. Die Stadt Worms könnte auch - wie andere Vereine in Worms - eine Vorstellung für finanzschwache Bürger der Stadt anbieten.
Zur Kultur gehöre aber auch der Fußball, so Franz Lieffertz. Hier könnten Kinder bis 14 Jahre kostenlos die Spiele der Wormatia anschauen. Alle Jugendliche über 14 sollte stark verbilligten Eintritt erhalten. Dies wäre auch deshalb gerecht, weil die Stadt die Wormatia in diesem Jahr mit rund einer halben Millionen Euro unterstütze. Die Linke könnte sich einen symbolischen Eintrittspreis von einem Euro vorstellen.
Weiterhin schlägt die Linke vor „Kunden“ des Jobcenters, welche bei städtischen Einrichtungen wie der EBWO oder den freien Trägern ganztägige schwere körperliche Arbeiten mit einem kargen Zusatzbetrag 1,50 Euro pro Stunde verrichten, freien Eintritt für „Jazz and Joy“ zu gewähren. Schließlich erwirtschafteten diese jährlich einen Gewinn von über einer halben Million Euro. Der freie Eintritt sollte auch für Menschen mit der Ehrenamtskarte gelten.
Zur Kultur gehören auch Feste, so Franz Lieffertz. Die Linke könnte sich vorstellen,
das bei alteingesessenen Wormsern so beliebte
Starefest wieder aufleben zu lassen. Allerdings in einer etwas anderer Form. Sie schlägt die Linke vor, jährlich einen „Worms Tag“ zu veranstalten. Neben der Vorstellung der Vereine, welche durch den Verkauf von preisgünstigen Essen und Getränken ihre Vereinskasse aufbessern könnten, wäre dies auch eine Möglichkeit Künstler aus Worms und aus der Umgebung kostenlos auftreten zu lassen. An diesem Tag sollten berühmte Söhne und Töchter der Stadt vorgestellt werden.