8. Kunstmarkt in der Renzstraße am 10. Dezember nochmals 14 bis 18 Uhr geöffnet
Kunst fürs heimische Sofa
Der Kunstmarkt zog erneut viele interessierte Besucher an. Foto: Regina Urbach
VON REGINA URBACH Im Wormser Kunstverein sieht es derzeit aus wie bei einem passionierten Kunstsammler: hochwertige Radierungen neben Aquarellen, Ölgemälde neben seltenen Stichen, Schnörkelrahmen neben nüchternem Glas: Es ist wieder Kunstmarkt. Überregionale Strahlkraft hat dieser 8. Kunstmarkt, traditionell am zweiten Adventswochenende, mittlerweile erlangt. Die interessierten Besucher kommen auch aus Frankfurt und Darmstadt. Wegen der großen Nachfrage sind die Räume in der Renzstraße 7-9 auch noch Samstag, dem 10. Dezember 14 bis 18 Uhr geöffnet. Dieses Jahr wurden 350 Kunstwerke vom Vorstand fachkundig ausgewählt. Klaus Döll betont, dass es dabei neben der Qualität auch um Verkäuflichkeit geht.
Die günstigsten Preise setzen bei 30 Euro ein, nach oben ist die Skala offen. Manche Perle war bereits zu Anfang ausverkauft: Werke von Barlach, Kollwitz, Nolde, Heckel oder Picasso, aber auch von Wormser Künstlern wie Gerhard Pallasch, Klaus Krier oder Richard Schimanski. Auch bei Nichtmitgliedern hat sich diese Gelegenheit, das allzu vertraute Bild über dem Sofa einmal auszutauschen oder eine Erbschaft unter Kunstliebhaber zu bringen, herumgesprochen. Die orangen Punkte zeugten von vielen Verkäufen. Dem Konzept gemäß wird der Verein für seine Arbeit mit freiwilligen Spenden entlohnt. Einlieferungen für nächstes Jahr nimmt er gerne ab Anfang 2017 entgegen.