Am vergangenen Donnerstag fand die Vernissage von Kunstwerken des Leistungskurses Kunst des Eleonoren-Gymnasiums im „Gleis 7“ statt
Kunst ist anstrengend – Schlaf wird überschätzt
Die Ausstellung mit Werken des Kunstleistungskurses des Eleonoren-Gymnasiums ist noch bis zum 7. März im „Gleis 7“ zu besuchen.
Auf einer Vernissage am vergangenen Donnerstag im „Gleis 7“ wurden die besten - über die letzten 3 Jahre entstandenen - Kunstwerke des Leistungskurses Kunst des Eleonoren-Gymnasiums ausgestellt. In der Oberstufenzeit wurde mit kleinen Wochenaufgaben begonnen, die die Schüler so manche Nachtstunden kostete. Eine Vielzahl angefertigter Zeichnungen und Malereien vermittelte den Jugendlichen eine erste Ahnung, was echte, künstlerische Arbeit bedeutet. Ab da erkannten die Schüler des Leistungskurses Kunst, dass sie der Mittelstufe entwachsen waren.
Zahlreiche interessierte Besucher ließen es sich am Donnerstag nicht nehmen und machten sich auf den Weg nach Worms ins „Gleis 7“ und fanden eine facettenreiche Ausstellung vor. Die Werke spiegeln die Individualität ihrer Erschaffer wieder, keine Arbeit gleicht der anderen. Kulturkoordinatorin Sigrid Spiegel vom Caritasverband Worms hielt eine Laudatio auf die Kunst zur Ausstellungseröffnung „eloART“ im Gleis 7 in Worms. Sie zitierte eine Definition Franz von Assisis, die besagt: Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter. Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker. Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler. Weiter bemerkte Spiegel, dass das Lehrfach Kunst ein Teil im Lehrplan ist, bei dem eben nicht nur definiertes Wissen vermittelt wird, es sei vielmehr ein Fach, das Raum schafft, philosophische, politische, gesellschaftliche Fragen und Phänomene aufzunehmen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zum Ausprobieren, zum Querdenken, zum immer wieder neu anfangen, zum Verwerfen und zur Entwicklung einer kreativen selbständigen Entscheidung. Die Summe dieser vielseitigen Kunstwerke mache diese Ausstellung aus.
Schulleiterin Rita Lodwig bemerkte, dass sie am Vortag die Kunsthalle Mannheim besucht habe und hier im Foyer fand sie die Postkartencollagen ihrer Schüler in den Werken von Mannheim wieder. Sie erwähnte auch noch den Stolperstein, den die Schüler in Kauf nehmen müssten, wenn sie Kunst als Leistungsfach wählen. Ein zusätzliches Fach zur mündlichen Abiturprüfung ist zu absolvieren.
Kursleiterin Karin Ritzheimer begeisterte die Besucher mit ihren mitreißenden und sprühenden Erklärungen zu den angefertigten Arbeiten. Sie war sichtlich stolz auf ihre Schüler und betonte, dass dies auch ihr bisher lustigster Kurs gewesen sei.
Die Schüler Alexandra Schnakenberg und Philipp Bräumer brachten das Thema in ihrem ganz persönlichen Stil und sahen die letzten Jahre als ein vollkommen eigenes Abenteuer. Kunst bedeutet strenge Disziplin und immer ein gutes Zeitmanagement. Sie bemerkten, wie die Kunst sie alle zu anderen Menschen gemacht hatte. Sie fingen an, Formen und Farben im Alltag bis ins Detail zu analysieren, den goldenen Schnitt in Katzenbildern zu suchen und Parallelen zu bereits bekannten Werken zu ziehen. Doch was genau Kunst ist, das hätten sie bis heute nicht herausgefunden und überließen die Entscheidung den Besuchern an diesem Abend selbst.
Die Ausstellung ist noch bis zum 5. März im Gleis 7 in der Renzstraße 3 in Worms besuchen.