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  • Mi., 06. August 2014, 23:10 Uhr
    Integrationsministerin Irene Alt besuchte das Mehrgenerationenhaus in Neuhausen und würdigte das Engagement von Helfern und Bewohnern

    Kunterbuntes Sommerfest in Haus und Hof

    Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) und MdB Marcus Held (SPD) amüsierten sich mit den Kindern in der Hüpfburg. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Bei herrlichem Sommerwetter feierten am Mittwochnachmittag die Organisatoren des Mehrgenerationenhauses in Neuhausen mit ihren vielen kleinen und großen Gästen eine große Party. Als besonderer Gast konnte die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) begrüßt werden. Sie zeigte sich, ebenso wie der Bundestagsabgeordnet Marcus Held  (SPD) und die städtische Beigeordnete Petra Graen (CDU), tief beeindruckt von der Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Helfer.

    Aktivposten in der Stadtentwicklung
    Das Mehrgenerationenhaus in Worms-Neuhausen existiert seit 2008 und leistet seitdem einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben von jungen und älteren Menschen sowie bei der Integration von Zuwanderern. Wobei der Name Mehrgenerationenhaus gewaltig klingt, sich dahinter jedoch eigentlich „nur“ eine große Wohnung in der Heinrich-von-Gagern-Straße verbirgt. Aber die Einrichtung hat es „in sich“, denn sie bietet ein großes Programm, das die Nachbarschaft fördert und den Bewohnern ein Stück menschliche Behaglichkeit zurückgibt. An drei Tagen in der Woche findet ein Seniorennachmittag statt und dreimal in der Woche kommen auch bis zu zehn Kinder, die ein warmes Mittagessen erhalten. Und natürlich bleiben die Kinder auch zum Spielen, ja, es kommen sogar noch weitere dazu. Eng ist hier die Kooperation mit dem nah gelegnen Stadtteilbüro, in dem Hausaufgaben gemacht und Nachhilfe geben wird. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Aktivitäten. Besonders viele Zuwanderer aus Russland gehören zu den Gästen des Mehrgenerationenhauses.

    Ausgelassene Party im Mittelpunkt
    Der offizielle Teil der Festivitäten mit dem Besuch der Ministerin, kurzen Ansprachen und einer kleinen Talk-Runde dauerte von etwa 12 bis 13 Uhr. Wie fast alle Aktivitäten fand auch dieser Tagesordnungspunkt im Freien auf der Wiese zwischen den Gebäuden statt. Im Anschluss stand ein amüsantes Theaterstück in deutscher und russischer Sprache auf dem Programm. Danach begann die große Party mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder, etwa einer Hüpfburg, sowie kleinen Speisen und kalten Getränken. Viele Erwachsene nutzen dabei die Möglichkeit im kühlen Schatten der Bäume zu sitzen und mit Freunden zu plaudern und einen schönen Sommertag zu genießen. Die Veranstaltung dauerte bis in den Abend hinein.

    Förderung als Kraftakt
    Das Mehrgenerationenhaus wird vom Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk e.V. mit ihrer Vorsitzenden Christina Heimlich betrieben und von öffentlichen Stellen unterstützt. Die Fortführung des Projektes ist jedoch stets ein Kraftakt, denn die Zuschüsse sind bereits gesunken. So bekam das Mehrgenerationenhaus in den ersten drei Jahren seins Bestehens noch jährlich 60.000 Euro. Die Summe teilte sich in 40.000 Euro vom Bund und 20.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz. Bei der Neuauflage des Projektes im Jahr 2011 sanken die Zuschüsse auf jährlich 45.000 Euro. Diesmal trug der Bund 30.000 Euro, das Land 5.000 Euro und die Stadt Worms mit 10.000 Euro. Im vergangen Jahr ging das Mehrgenerationhaus in seine dritte Phase und erhält jetzt 20.000 Euro vom Bund, 10.000 Euro von der Europäischen Union, 10.000 Euro von der Stadt und 5.000 Euro vom Land. In einer ähnlichen Größenordnung soll es auch im nächsten Jahr weitergehen.

     

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