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  • Di., 07. Februar 2023, 14:58 Uhr
    BRITPOP: The Kooks gastierten am Sonntagabend in der Offenbacher Stadthalle

    Kurze Songs, kurzes Konzert und unglaublich viel Spaß!

    Das britische Quartett spielte in der Offenbacher Stadthalle unter anderem auch "Naïve", die Kooks-Hymne schlechthin. Foto: Rudolf Uhrig

    Von Rudolf Uhrig › Nun, es ist ja nicht neu ein einziges Album komplett live zu performen, gerade wenn man als Künstler oder Band schon einige Jährchen „auf dem Buckel“ hat. Bei The Kooks sind es 17 Jahre, aber immerhin. Und so wollten die Jungs aus Brighton ihr Debüt-Album aus dem Jahre 2006 „Inside In / Inside Out“, immerhin bereits ein Indie-Klassiker – und ein wunderschöner noch dazu – komplett spielen. Das war der Gedanke der für 2021 geplanten Tour. Aber vielleicht auch dem  Umstand geschuldet, dass noch gar kein aktueller Longplayer von ihnen das Licht der Welt erblickte. Wie gesagt, das war 2021, also mitten in der Corona-Zeit. Das hat sich im noch neuen Jahr 2023 aber geändert: „10 Tracks To Echos In The Dark“, das siebte Studioalbum,  kam auf den Markt und somit ins Portfolio.  So ausgestattet ging es Ende November beim Very-Festival in Bangkoks Thunder Dome Stadium los. Inzwischen sind The Kooks in Europa angekommen und füllten am Sonntagabend die Offenbacher Stadthalle – durchaus formidable.


    Fast pünktlich geht gegen 21 Uhr das Licht aus; die Spots an, aber: surprise, surprise, Luck Pritchard betritt mit seiner Akustikgitarre die Bühne, alleine, und intoniert das herrliche „Seaside“.  Zum zweiten Song, und nunmehr zum Konzert, kommen Peter Denton mit seinem Bass dazu, Alexis Nunez nimmt hinter seinem Drum-Set Platz und natürlich mit dabei Hugh Harris, das mit Luke einzig verbliebene Gründungsmitglied der Band.


    Allerdings besteht natürlich die Gefahr wenn man ein Album in seiner Gesamtheit spielt, dass auch die doch etwas schwächeren Songs dabei sind… gemeint sind: "I Want You" und "Jackie Big Tits". Aber die kamen erst reichlich spät, nach „See the World”, “Sofa Song”, “Eddie’s Song”. Bei “Ooh La” überlässt Pritchard den Gesangspart fast sogar ganz dem Publikum; eine phantastische Interaktion, die der Leadsänger nach „ You Don’t Love Me”, “She Moves In Her Own Way”, bei “Bad Habit” nochmals anwendet.  “Connection” und “Cold Heart” bringt Pritchard in einem  anderen Gewand, Retro, 80’s-Synth-Pop.


    Das britische Quartett packte noch drei Songs vom aktuellen Album und doch noch einige von vorangegangenen drauf; alles in allem aber war nach ca. 85 Minuten Schluss. Fast. Denn alle warteten noch auf einen einzigen Song, ihren Megahit nämlich. Erst noch schnell die Reggae-Nummer “Matchbox“ und dann "Naïve" die Kooks-Hymne schlechthin, sie kam dann wirklich am Ende.


    Fans wie Band hatten mächtig Spaß; alle hatten ihre Soli ob beim groovenden Bass den weitschweifenden  Synthies oder auch wenn Luke sein Samplegerät ins Spiel brachte. Ein glückseliger Abend für alle. The Kooks touren weiter durch Europa – bis in den August hinein. Die Fans hingegen machten sich erst einmal im nasskalten Februarabend auf den Nachhauseweg.



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