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Mo., 14. Oktober 2019, 12:31 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen: TG Osthofen unterliegt beim Tabellenführer SV Zweibrücken ob schlechter Trefferquote deutlich mit 14:25 (6:14)
Ladehemmung beim Auswärtsdebüt
Ann-Kathrin Hauck erzielte mit vier Toren aus dem Rückraum noch die meisten Treffer für die TG Osthofen bei der ernüchternden 14:25-Niederlage beim SV Zweibrücken. Archiv-Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | „Keine Begeisterung, kaum Tore, keine Punkte.“ Kristina Graf merkte man die Enttäuschung über „eine leidenschaftslose Vorstellung“ ihrer Mannschaft im ersten Auswärtsspiel der Saison 2019/2020 in der Frauen-Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar sichtbar an. Mit gesenktem Kopf saß die Abwehrchefin der TGO nach der Partie beim SV Zweibrücken und einer glatten 14:25-Niederlage gegen den neuen Oberliga-Tabellenführer auf der Fan-Tribüne in der Wonnegauhalle Osthofen, um die letzten Minuten des 27:23-Heimsiegs der TGO-Herren in der Rheinhessenliga gegen HC Gonsenheim anzuschauen.
Kapitale Abschlussschwäche der TGO-Frauen
Die Handball-Dienstreise ihrer Mannschaft am Sonntagmittag in die Westpfalz nach Zweibrücken drückte Kristina Graf schon ein wenig aufs Gemüt. „Wir haben so viele Bälle verworfen, haben einfach nicht getroffen“, schüttelte es die routinierte Handballerin angesichts einer kapitalen Schwäche im Abschluss ordentlich durch. Schnell lagen die Wonnegauerinnen mit 0:4 hinten, ehe TGO-Coach Marcus Otterstätter bereits in der fünften Minute eine erste Auszeit nahm. „Wach werden, loslegen“, lautete die Ansage des Trainers, doch die Aufmunterung half nicht viel, denn: „Wir haben einen gebrauchten Tag erwischt“, befand Kristina Graf. Sieht man einmal von Rückraum-Spielerin Ann-Kathrin Hauck ab, die mit ihren drei Toren immerhin die Hälfte der mageren sechs TGO-Tore im ersten Durchgang erzielte, kam keine der TGO-Frauen an ihre Normalform heran. Die Folge: Schon zur Halbzeit war die Partie beim 14:6-Zwischenstand bereits so gut wie sicher für SV Zweibrücken gelaufen.
15 torlose Minuten zum Spielende besiegeln klare Pleite
Immerhin: Die Deckungsreihe der Gäste stand gut, ließ insgesamt nur 25 Gegentreffer zu. „Aber 14 eigene Tore sind viel zu wenig“, stellte Kristina Graf ernüchtert fest. Da half es auch nichts, dass Osthofen zu Beginn der zweiten Hälfte besser ins Spiel und zwischenzeitlich auf 14:19 herankam (46.), denn die kollektive Ladehemmung der TGO-Frauen schlug ein zweites Mal zu. Kein weiterer Wurf der Gäste fand bis zum Abpfiff den Weg in die Maschen. „Zu wenig“, konstatierte Kristina Graf. Gut nur, dass die Wonnegauerinnen bereits am Sonntag (16 Uhr) wieder vor heimischer Kulisse auflaufen dürfen. Mit der HSG Wittlich gibt dann ein weiteres Oberliga-Spitzenteam seine Visitenkarte in der Wonnegauhalle ab. Eine ähnlich schwache Trefferquote wie in Zweibrücken darf sich das Team von Marcus Otterstätter freilich nicht noch einmal erlauben, soll die Partie gegen den Tabellenzweiten offen gestaltet werden.